Die Internetseite „Rubikon.News“ veröffentlichte am 20. April 2020 eine Liste mit über Aussagen von Personen zu den Themen Corona-Virus sowie Pandemiemaßnahmen. Selbst wird diese Liste als „120 Expertenstimmen zu Corona – Weltweit kritisieren hochrangige Wissenschaftler, Ärzte, Juristen und andere Experten den Umgang mit dem Coronavirus.“ betitelt. Die PDF mit den Zitaten kann hier heruntergeladen werden.

In diesem Artikel gehen wir auf alle Aussagen ein, fassen diese thematisch zusammen und werden im nächsten Schritt analysieren, wer die Personen hinter den – nachgezählt – 124 Aussagen sind.

Der Zweck der „120 Expertenstimmen“ besteht ausschließlich daraus, die Gefahren des Corona-Virus zu verharmlosen, die Maßnahmen als übertrieben, unnötig und rechtswidrig hinzustellen sowie in einigen Ansätzen weitere Verschwörungsmythen (Neue Weltregierung/-ordnung) zu verbreiten. Der Rubikon-Artikel sowie die Liste wurden auch fleißig in den Netzwerken geteilt (siehe hierhierhierhierhier oder auch hier)

Da bisher bereits fünf Monate seit Veröffentlichung des Artikels vergangen sind, lassen sich die Aussagen entsprechend prüfen und auch widerlegen. Bei einigen Aussagen war dies bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch Rubikon.News möglich – sie wurden dennoch unreflektiert übernommen.

„Er untersucht mit seinem Team in Hamburg die Corona-Opfer: Nun hat der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, Deutschland langsam wieder aufzumachen. ‚Jetzt ist der richtige Zeitpunkt‘, sagt Püschel dem ‚Hamburger Abendblatt‘. Er fügte hinzu: ‚Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner.‘ Nach seinen Erkenntnissen ist Covid-19‚ eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung‘. Die Deutschen müssten lernen, damit zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, ‚auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären‘, sagte Püschel.“

#1 Prof. Dr. Klaus Püschel (Alternative Quelle am 15.04.2020)
  • Covid-19 sei eine harmlose Erkrankung:
  • Menschen wären sowieso im Laufe des Jahres gestorben:
    • Studie widerspricht dem Hamburger Rechtsmediziner (bei Merkur.de).
    • Selbst mit Vorerkrankungen starben im Schnitt Männer 11 und Frauen 13 Jahre früher (bei heise.de).

„‚Wir kommen zu einem viel niedrigeren Wert von 1,6 Promille. Wenn wir also 1.000 Dänen haben, die diese Infektion hatten, dann gibt es ein bis zwei, die damit gestorben sind.‘ (…) Zusammen mit Kollegen führte er Blutuntersuchungen von knapp 1.500 Blutspendern durch (…) Das Blut wurde verwendet, um auf Coronavirus-Antikörper zu testen, und vorläufige Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Anzahl der Infizierten.“

#2 Professor Dr. Henrik Ullum (DR.DK (Dänisch) am 08.04.2020)
  • Schreibt Covid-19 eine (deutlich) geringe(re) Sterberate zu:

“’Was wir brauchen, ist die Panik zu kontrollieren‘, sagte er. Im Großen und Ganzen wird es uns gut gehen. (…) Aber er wirft den Medien auch vor, unnötige Panik zu verursachen, indem sie sich auf die unerbittliche Zunahme der kumulativen Zahl der Fälle konzentrieren und Prominente ins Rampenlicht rücken, die sich mit dem Virus infizieren. Im Gegensatz dazu hat die Grippe seit September 36 Millionen Amerikaner erkrankt und schätzungsweise 22.000 getötet, so die CDC, aber diese Todesfälle werden weitgehend nicht gemeldet.”

#3 Prof. Dr. Michael Levitt (JPost.com (Englisch) am 30.03.2020)
  • Vergleich mit Influenza:
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • In Amerika sind (Stand 15.09.2020) 6,5 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt und 194.397 Menschen verstorben (NewYork Times (Englisch)) – ~1/6 der Infizierten im Vergleich zur Grippe, jedoch >8x so viele Todesfälle.

„Persönlich würde ich sagen, dass der beste Ratschlag ist, weniger Zeit mit dem Anschauen von Fernsehnachrichten zu verbringen, die sensationell und nicht sehr gut sind. Ich persönlich halte diesen Covid-Ausbruch für eine schlimme Wintergrippeepidemie. In diesem Fall hatten wir im letzten Jahr 8000 Todesfälle in den Risikogruppen, d.h. über 65% Menschen mit Herzkrankheiten usw. Ich glaube nicht, dass der aktuelle Covid diese Zahl überschreiten wird. Wir leiden unter einer Medienepidemie!“

#4 Prof. Dr. John Oxford (Novuscomms.com (Englisch) am 31.03.2020)
  • Vergleich mit Influenza:
  • Nicht mehr als 8.000 Sterbefälle (bezieht sich auf UK):

„Ich empfinde, was im Moment läuft, ist das, was wir mehr oder weniger jeden Winter erleben. (…) Die Ansteckung ist hoch. Aber die Krankheit ist aus meiner Sicht nicht so schlimm wie die Influenza. (…) Ich bin der Ansicht, dass man eigentlich hier selektiv nur eine Sache anschaut und die mit einer gewissen Panik füllt. (…) Ich bin der Ansicht, dass wir solche Situationen schon mehrfach hatten und dass jetzt in Bezug auf die Maßnahmen der Bogen überspannt wird. (…) Wir brauchen Luft und Sonne, Luft verdünnt die Viren und Sonne mit UV Licht tötet sie. Aber bloß keine Ausgangssperre! Auf der Straße steckt man sich nicht an!“

#5 Prof. Dr. Karin Mölling (Rubikon.news am 20.03.2020)
  • Vergleich mit Influenza:

„Covid-19. Scharfe Kritik an ARD und ZDF wegen Berichterstattung zum Coronavirus. (…) Dadurch inszeniere das Fernsehen zugleich Bedrohung und exekutive Macht – und betreibe ‚Systemjournalismus‘. (…) Die Chefredaktionen haben abgedankt‘, folgert Jarren. In der Berichterstattung fehlten ‚alle Unterscheidungen, die zu treffen und nach denen zu fragen wäre: Wer hat welche Expertise? Wer tritt in welcher Rolle auf?‘ Gesendet würden zudem größtenteils einzelne Statements, eine echte Debatte zwischen Expertinnen und Experten entstehe nicht, schreibt der Medienwissenschaftler.“

#6 Prof. Dr. Otfried Jarren (Quelle nicht mehr verfügbar am 27.03.2020)

Hierbei handelt es sich nicht um eine Wertung des Corona-Virus, sondern um Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen als „Systemjournalismus“.

„Zunächst: Mit der Verdreifachung der Tests ergab sich auch etwas mehr als eine Verdreifachung der positiv Getesteten. Diese Verdreifachung wurde den Bürgerinnen und Bürgern als Verdreifachung der Infizierten vorgeführt. (…) Weitreichende Entscheidungen bedürfen gesicherter Grundlagen. Genau das ist bisher vernachlässigt worden. Die wiederholte Gleichsetzung der Zahl positiv Getesteter mit der Zahl der Infizierten vernebelt den Blick, die Zählweise bei Corona-Toten ebenfalls. (…) Der Maßstab der Regierung, ab wann eine Abschwächung der Maßnahmen geboten ist, basiert auf einer Scheinzahl von Infizierten, die aber nichts mit der Realität gemein hat.“

#7 Prof. Dr. Gerd Bosbach, Professor (Nachdenkenseiten.de am 03.04.2020)
  • Gleichbleibende Anzahl Infizierte – mehr Infizierte durch mehr Tests:
    • Die Aussage stammt aus Kalenderwoche 14. Wie hier ersichtlich, ist nicht nur die Testmenge von KW10 bis einschließlich KW14 gestiegen, sondern auch die Positivrate (dritte Spalte).

„Erste Analysen österreichischer COVID-19 Sterbezahlen nach Alter und Geschlecht: Wir analysieren die Alters- und Geschlechtsverteilung der gemeldeten COVID-19 Verstorbenen in Österreich. Übereinstimmend mit internationalen Studien legen auch die österreichischen Daten nahe, dass das Sterberisiko mit dem Alter stark ansteigt. Die beobachtete Altersabhängigkeit ist konsistent mit der des allgemeinen jährlichen Sterberisikos in Österreich.“

#8 Institut für Medizinische Statistik (IMS) (MED Uni Wien (PDF) am 21.04.2020)
  • Das Sterberisiko steigt stark mit dem Alter:
    • Keine neue Erkenntnis. Allerdings auch keine Kritik an Corona oder den Pandemie-Maßnahmen.

„‚Wer rechnen kann und ein Zahlenverständnis hat, ist dem Schwindel der Statistik nicht wehrlos ausgesetzt. Das erweist sich gerade in der Corona-Krise als nützlich.‘ Meyerhöfer sieht ‚auch eine Krise der mathematischen Bildung‘. ‚Wir sehen rasant steigende Infizierten-Zahlen, und diese Kurve ängstigt uns.‘ (…) ‚Es sind Zahlen, die Kontaktsperren und Geschäftsschließungen legitimieren‘ (…) Meyerhöfer verweist auf den statistischen Umgang mit den Verstorbenen: ‚In der statistischen Praxis wird ein Mensch, der mit Corona stirbt, als ein an Corona Gestorbener gezählt. Ob er an Corona gestorben ist, geht daraus nicht hervor.’“

#9 Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer (Rubikon.news am 03.04.2020)
  • Unterstellt den offiziellen Zahlen nicht korrekt zu sein, ohne genau darauf einzugehen.
  • Moniert, dass nicht erkennbar ist, ob ein Mensch „mit“ oder „an“ Corona gestorben ist:

„Die Zahl der gemeldeten Infektionen hat nur eine geringe Aussagekraft, da kein populationsbezogener Ansatz gewählt wurde, die Messung auf einen zurückliegenden Zeitpunkt verweist und eine hohe Rate nicht getesteter (v.a. asymptomatischer) Infizierter anzunehmen ist. (…) Die allgemeinen Präventionsmaßnahmen (z.B. social distancing) sind theoretisch schlecht abgesichert, ihre Wirksamkeit ist beschränkt und zudem paradox (je wirksamer, desto größer ist die Gefahr einer ‚zweiten Welle‘) und sie sind hinsichtlich ihrer Kollateralschäden nicht effizient.“

#10 Prof. Dr. Matthias Schrappe, Hedwig François-Kettner, Dr. Matthias Gruhl, Franz Knieps, Prof. Dr.
Holger Pfaff, Prof. Dr. Gerd Glaeske (Schrappe.com am 05.04.2020)
  • Es würde eine „hohe“ Dunkelziffer bestehen – allerdings ohne Beleg wie hoch diese ist und ob sie sehr hoch oder nur wenig höher ist.
  • Dass asymptomatische Fälle weniger erfasst werden, ist ebenfalls keine neue Information, denn wer keine Symptome entwickelt, geht auch nicht zum Arzt um sich testen zu lassen – außer es gab Kontakt mit Infizierten.
  • Maßnahmen werden kritisiert, da sie bei bei großer Wirksamkeit eine zweite Welle verursachen würden:
    • Da eine Herdenimmunität ohne Impfstoff nicht ohne zu viele Sterbefälle erreicht werden kann, müssen die Maßnahmen effektiv sein (siehe hier).

„Tom Jefferson, ein Epidemiologe und ehrenamtlicher Forschungsstipendiat am Zentrum für evidenzbasierte Medizin der Universität Oxford, sagte, die Ergebnisse seien ’sehr, sehr wichtig‘. Er sagte dem BMJ: ‚Die Stichprobe ist klein, und es werden mehr Daten zur Verfügung stehen.Außerdem ist nicht klar, wie diese Fälle genau identifiziert wurden. Aber sagen wir einfach, dass sie verallgemeinerbar sind. Und selbst wenn sie zu 10% ausfallen, deutet dies darauf hin, dass das Virus überall ist. Wenn – und ich betone, wenn die Ergebnisse repräsentativ sind, dann müssen wir fragen: Warum zum Teufel sperren wir uns ein?’“

#11 Tom Jefferson (epidemiologist) (BMJ.com (Englisch) am 02.04.2020)
  • Das Virus sei angeblich bereits vor dem Ausbruch überall gewesen und hätte Jahre lang inaktiv ‚geschlummert‘. Die gleiche Behauptung stellte Tom Jefferson bereits über die Spanische Grippe 1918 auf. In beiden Fällen ist es nachvollziehbar (und auch logisch), dass dies nicht der Wahrheit entspricht. (Euronews.com (Englisch)).

„Sowohl in China als auch in Südkorea begann die soziale Distanzierung also erst lange, nachdem die Zahl der Infektionen bereits rückläufig war, und sie hat sich daher nur sehr wenig auf die Epidemie ausgewirkt. Das bedeutet, dass man dort bereits Herdenimmunität erreicht hatte, oder man stand kurz davor, die Herdenimmunität zu erreichen. Sie stand unmittelbar bevor. Aber durch die Anordnung der sozialen Distanzierung verhinderten sie, dass es tatsächlich zum Endpunkt kam, weshalb wir auch einige Wochen nach dem Höhepunkt noch immer neue Fälle in Südkorea sehen.“

#12 Prof. Dr. Knut Wittkowski (Vitalstoff blog am 06.04.2020)
  • Angeblich standen China und Südkorea bereits kurz vor einer Herdenimmunität:
    • Studien zeigten, dass im Juni nur eine Stadt in der Nähe einer Herdenimmunität sei und zwar eine Stadt in Italien mit >50%. Allerdings stünden weitere Tests und Bestätigungen aus (CGTN (Englisch)).
    • Aktuelle Zahlen aus Südkorea zeigen eine zweite Welle, die sehr viele Fälle bestätigt, was bei einer „beinahe erreichten Herdenimmunität“ nicht möglich wäre (CDC.GO.KR (Englisch)).
  • Zusätzliche Informationen, siehe Beiträge „Herdenimmunität„.

„Nach langer Bedenkzeit wende ich mich an die verbliebenen Vernunftbegabten. Und ich möchte mir trotz möglicher Anfeindungen, Shit Storms oder Stigmatisierung das Recht nicht nehmen lassen, Kommentare von Journalisten, sogenannten Experten sowie Entscheidungen politischer Verantwortungsträger kritisch zu hinterfragen. (…) Prozentsatz von schweren Fällen und Todesraten um den Faktor 10 überschätzt. (…) Wer das aktuelle Vorgehen fälschlicherweise als angemessen bewertet, müsste dies anlässlich der jährlichen Influenza-Daten bei uns wohl jedes Jahr in der Influenza-Saison mit gleicher Konsequenz aufs Neue erfordern müssen.“

#13 Prof. Dr. Dr. Martin Haditsch (Youtube am 30.03.2020)
  • Vergleich mit Influenza:

„‚Die Versorgungsqualität geht gerade in den Keller‘, sagt der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe Professor Ulrich Hegerl. ‚Das könnte Leben kosten. Die Zahl der Suizide könnte steigen.‘ Depressionen seien jährlich die Ursache für die meisten Suizide. (…) Die Deutsche Depressionshilfe empfiehlt Betroffenen, in Zeiten häuslicher Quarantäne aktiv zu bleiben und einen Tagesrhythmus zu pflegen. Schlafzeiten sollten nicht verlängert werden, weil zu viel Schlaf eine Depressionsschwere erhöhen kann.“

#14 Prof. Dr. Ulrich Hegerl (Rundschau-online am 26.03.2020)
  • Durch die Maßnahmen würden Depressionen und somit auch Suizide steigen können:
    • Ende Mai gab es diesbezüglich erste Zahlen, welche dies widerlegen (DW.com).

„Früher nannte man die Lungenentzündung am Ende des Lebens den Freund des alten Menschen. Und jetzt geht man her, diagnostiziert die Corona-Infektion und macht daraus einen Intensivfall und kann die Patienten natürlich trotzdem nicht retten. Die sind einfach zu schwer krank.“

#15 Dr. Matthias Thöns (Ruhr24.de am 14.04.2020)

„In meinem ersten Video zu COVID-19 schlug ich vor (…), dass die Todesrate bei etwa 0,7% liegen sollte. Heute wurde mir das Gegenteil bewiesen. Die Zahl der Todesfälle liegt tatsächlich bei einem Zehntel davon. Hier ist die ungeschminkte Wahrheit: COVID-19 ist nicht viel schlimmer als eine schlimme Grippe.“

#16 Prof. Sam Vaknin (Youtube-Video ist nicht mehr verfügbar)
  • Covid-19 sei eine harmlose Erkrankung:
    • Siehe Eintrag #1.
  • Sofern sich Sam Vaknin auf die Situation in Israel bezieht, so ist dazu zu sagen, dass die Sterberate in Israel aufgrund des deutlich geringeren Altersdurchschnitts ebenfalls geringer ist als in den meisten europäischen Staaten. In diesem Fall ließe sich diese Aussage jedoch nicht auf die Situation in Deutschland anwenden und daraufhin die Maßnahmen in Deutschland nicht wegen einem anderen Verlauf in Israel kritisieren.

„Die Furcht vor Covid-19 basiert auf seiner hohen geschätzten Todesrate – laut Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen sind 2 bis 4% der Menschen mit bestätigtem Covid-19 gestorben. (…) Wir glauben, dass diese Schätzung zutiefst fehlerhaft ist. (…) Wenn die Zahl der tatsächlichen Infektionen viel größer ist als die Zahl der Fälle – um Größenordnungen größer – dann ist auch die tatsächliche Sterblichkeitsrate viel niedriger. Das ist nicht nur plausibel, sondern nach dem, was wir bisher wissen, auch wahrscheinlich.“

#17 Prof. Dr. Eran Bendavid und Prof. Dr. Jay Bhattacharya (WSJ.com (Englisch) am 24.03.2020)
  • Verharmlosung der Todesrate mit „glauben“ und „Wenn“:
    • Siehe diesbezüglich den Artikel „Sterberate„.

„In der Infektiologie wird zwischen Infektion und Erkrankung unterschieden. Es sollten also nur Patienten mit Symptomen – wie in diesem Fall Fieber oder Husten – als Neuerkrankungen in die Statistik eingehen. Mit anderen Worten: Eine Neuinfektion, festgestellt durch einen Labortest, bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir es mit einem neu erkrankten Patienten zu tun haben, der ein Krankenhausbett benötigen wird. (…) Drakonische Maßnahmen, die die Grundrechte der Menschen auf so umfassende Weise einschränken, dürfen doch nur verhängt werden, wenn es gesicherte Hinweise dafür gibt, dass ein neues Virus überaus gefährlich ist. (…) Gab es je einen solchen wissenschaftlich begründeten Hinweis für COVID-19? Aus meiner Sicht lautet die einfache Antwort: Nein.“

#18 Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (Youtube am 29.03.2020)
  • Fordert, dass offizielle Zahlen nicht mehr aus der Anzahl an Infizierten, sondern Anzahl an Erkrankten bestehen sollen. Dies würde zwar die Gesamtanzahl verringern, allerdings die Sterberate künstlich nach oben treiben, was am Ende nur einer Schönmalerei entspricht. Um jedoch Durchseuchungsraten, Sterberaten, den Anteil an Intensivbehandlungen/Krankenhausaufenthalten berechnen zu können, werden alle(!) Daten benötigt:
    • Wie viele Menschen sind infiziert.
    • Wie viele Menschen zeigen Symptome.
    • Wie viele Menschen zeigen starke Symptome und benötigen eine Behandlung.
    • Wie viele Menschen müssen intensiv behandelt werden.
    • Wie viele Menschen sterben.

„In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf. Die Frage ist aber, ob er nicht sowieso gestorben wäre, auch ohne Sars-2. In Deutschland sterben jeden Tag rund 2500 Menschen, bei bisher zwölf Toten gibt es in den vergangenen knapp drei Wochen eine Verbindung zu Sars-2. Natürlich werden noch Menschen sterben, aber ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: Es könnte durchaus sein, dass wir im Jahr 2020 zusammengerechnet nicht mehr Todesfälle haben werden als in jedem anderen Jahr.“

#19 Professor Dr. Hendrik Streeck (ohne „c“ im Vornamen) (FAZ am 16.03.2020)
  • Covid-19 sei eine harmlose Erkrankung:
    • Siehe Eintrag #1.
  • In Deutschland gäbe es im Jahr 2020 keine Übersterblichkeit:
    • Aufgrund der erfolgten Maßnahmen konnte die Grippesaison vorzeitig beendet werden (in KW12, siehe RKI).
    • Diese fehlende Übersterblichkeit gründet auf den Maßnahmen, so sieht es in den meisten(!) anderen Ländern nämlich komplett anders aus. Siehe Vergleich auf EC.Europa.EU (Englisch).
    • Wer die Maßnahmen aufgrund dieser Entwicklung kritisiert, unterliegt dem Präventionsparadox.

„Diese schwerwiegenden gesamtgesellschaftlichen Maßnahmen [Anmerkung: Interviewfrage nach Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen] müssen wir so kurz und so niedrig intensiv wie möglich halten, denn sie könnten möglicherweise mehr Krankheits- und Todesfälle erzeugen als das Coronavirus selbst. (…) Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschränkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung.“

#20 Prof. Dr. Gérard Krause (ZDF am 29.03.2020)
  • Schwerwiegende Maßnahmen müssen kurz und niedrig intensiv wie möglich gehalten werden:
    • In Deutschland gab es keine ähnlich restriktiven Maßnahmen wie beispielsweise in Italien (siehe hierhier und hier) oder Frankreich (siehe hierhier und hier) und die Maßnahmen dauerten auch nicht so lange an.
  • Maßnahmen sorgen für weitere Todesfälle:
    • Hier wird nicht auf den genauen Umstand hingewiesen. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise 2008 gab es viele Todesfälle aufgrund nicht finanzierbarer medizinischer Behandlungen. Dies lässt sich jedoch eher auf bspw die USA als auf Deutschland beziehen, da man in Deutschland auch ohne Job medizinisch versorgt wird.
    • Weitere Möglichkeit: Erhöhte Depressionen und daraus resultierende Suizidraten konnten Ende Mai 2020 nicht bestätigt werden (siehe Eintrag #14).

„Das ist nicht der Eindruck, den ich aus Gesprächen mit meinen Kollegen in Deutschland habe. Wir sind uns einig, etwa darin, dass es zu diesem Zeitpunkt sinnlos ist, die Grenzen zu schließen. Wir sind uns auch einig darin, dass es nötig ist, soziale Kontakte zu minimieren. Wir sind uns aber auch darin einig, dass es sehr schwer abzusehen ist, was passiert, wenn man Schulen schließt. Viele Dinge passieren, wenn man das macht: Die Kinder sind davon betroffen, die Gesellschaft, besonders die Eltern. (…) Das bedeutet, dass der Effekt dieser Maßnahme auf die öffentliche Gesundheit viel schlimmer sein wird als die Ausbreitung des Viruses in einer Schule.“

#21 Dr. Anders Tegnell (Cicero am 26.03.2020)
  • Corona ist zu harmlos, um Schulen zu schließen:

„Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht aus Heidelberg, kündigt Normenkontrollklage gegen die Corona-Verordnung Baden-Württemberg an: Die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung sind eklatant verfassungswidrig und verletzen in bisher nie gekanntem Ausmaß eine Vielzahl von Grundrechten der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. (…) Wochenlange Ausgehbeschränkungen und Kontaktverbote auf Basis der düstersten Modellszenarien (ohne Berücksichtigung sachlich-kritischer Expertenmeinungen) sowie die vollständige Schließung von Unternehmen und Geschäften ohne jedweden Nachweis einer Infektionsgefahr durch diese Geschäfte und Unternehmen sind grob verfassungswidrig.„

#22 Beate Bahner (BeateBahner.de am 03.04.2020)
  • Die Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene seien verfassungswidrig:
    • Das BVerfG hat entschieden: Nein, die Maßnahmen sind nicht verfassungswidrig (Quelle BVerfG).

„Totale algorithmische Bevölkerungskontrolle. Wer in Wuhan keinen grünen Button auf seinem Überwachungs-Smartphone vorweisen kann, der signalisiert, dass man wahrscheinlich nicht infiziert ist, der kann sich höchstens zu Fuß bewegen und darf Restaurants und ähnliches nicht betreten. In Südkorea werden Aufnahmen von Überwachungskameras, Kreditkartendaten und GPSDaten ausgewertet, um potentielle Virusträger zu identifizieren und zu verfolgen. Covid-19 ist wie ein Himmelsgeschenk für die Pläne des Weltwirtschaftsforums. (…) Und dank Covid-19 finden sehr viele Menschen diese totalitären Möglichkeiten jetzt sogar erstrebenswert.“

#23 Dr. Norbert Häring (Rubikon.news am 10.04.2020)
  • Durch Corona werden Überwachungsmechanismen ausgebaut:
    • Massivste Überwachung ist abzulehnen, hat jedoch mit der Corona-Pandemie nur wenig zu tun. Gerade in China wird die Bevölkerung bereits seit Jahren mit modernster Technik überwacht und auch manipuliert – da nutzt die chinesische Regierung gerne jeden Anlass, um dies auszuweiten.
    • Auch in Deutschland/Europa gibt es seit Jahren Bestrebungen diesbezüglich. Allerdings greifen hier Verfassungsgerichte ein und stellen sich schützend vor die Bürger*innen. Corona selbst wurde jedoch in den letzten 7 Monaten nicht als Begründung genommen. Hierfür müssen zumeist Kinder herhalten.

„Schließlich ist die Anwendung der nicht-invasiven Beatmung bei Patienten mit COVID-19 auf der Intensivstation umstritten. In Anbetracht der oben genannten Faktoren werden Kliniker bei kritisch kranken Patienten mit ARDS aufgrund von COVID-19 möglicherweise nicht auf nicht-invasive Beatmung zurückgreifen, bis weitere Daten aus der COVID-19-Epidemie vorliegen.“

#24 Prof. Dr. Silvio A. Ñamendys-Silva
  • Kritik an der Nutzung von Beatmungsgeräten, da es dadurch zu Folgeschäden (inkl. dem Tod) kommen kann:
    • Da nur die Hälfte der Personen, die die notwendige Beatmung aufgrund kritischer Symptome einer Covid-19 Erkrankung überlebt (Tagespiegel.de), gibt es kaum Alternativen hierzu. Diese Personen werden aufgrund des kritischen Zustands an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

„Das Robert Koch Institut ändert seine Zählweise, dadurch werden die Daten immer unsauberer. Es wird immer schwieriger, eine objektive Zusammenfassung zu erstellen. Immer mehr beängstigendere Bilder und Berichte stürmen auf uns ein, ohne, dass sich an den Zahlen erkennbar etwas ändert.“

#25 Dr. Bodo Schiffmann (Youtube am 26.03.2020)
  • Kritik an der Änderung der Zählweise des RKI:
    • Mitte März wurde die Zählweise geändert, um transparenter zu sein. Bis dahin wurden Meldungen elektronisch und telefonisch erfasst. Nach der neuen Zählweise jedoch nur noch elektronisch. (FAZ).
    • Da hier eine Möglichkeit der Übermittlung entfernt wurde, fallen die Zahlen eher geringer als höher aus. Dennoch haben sich die Fallzahlen in den kommenden Tagen nach Veröffentlichung des Videos erhöht (Quelle). Erst seit dem ~4. April verringern sich die Zahlen spürbar.

„Coronaviren sind uns bekannt aus der Vergangenheit (…) Die Daten aber sprechen dafür, dass diese Erkrankung weniger gefährlich ist als Influenza. (Bei) Influenza können wir uns doch noch alle gut daran erinnern, wie es 2017 zu einer schweren Ausbruchsituation kam. letztendlich mit 27000 Toten in Deutschland und diese 27000 Tote, die scheinen Manche verdrängt zu haben. (…) Es kann nicht sein, dass wir uns nur noch um Corona kümmern und dass irgendwo die Gefahr besteht, dass irgendwelche anderen Keimausbrüche zum Beispiel resultieren.“

#26 Prof. Dr. Jochen A. Werner (Youtube am 05.03.2020)
  • Vergleich mit Influenza, speziell mit dem Ausbruch 2017/2018:
    • Das RKI schätzte die Anzahl an Toten auf 25.100 (Quelle / Nicht 27.000). Bei Corona zählen ausschließlich laborbestätigte Fälle. Hier sind wir bei aktuell 9.368 Todesfällen (Quelle) – im Vergleich zu 1.674 laborbestätigten Fällen durch die Influenza 2017/2018 (Quelle).
    • Durch die Maßnahmen konnten viele Todesfälle in Verbindung mit einer COVID-19 Erkrankung vermieden werden. Dies sieht bei anderen europäischen Staaten (Italien 35.633 / UK 41.664 / Frankreich 30.999 – Quelle) trotz einer jeweils geringeren Bevölkerungszahl anders aus.

„Angesichts der bekannten Tatsache, dass bei jeder ‚Grippe-Welle‘ auch immer 7-15% der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) auf das Konto von Coronaviren gehen, liegen die jetzt laufend addierten Fallzahlen immer noch völlig im Normbereich. Es sterben bei den allwinterlichen Infektionswellen auch immer etwa einer von je tausend Erkrankten. Durch selektive Anwendung von Nachweisverfahren – zum Beispiel nur in Kliniken und medizinischen Ambulanzen – lässt sich diese Rate natürlich leicht in beängstigende Höhe treiben, denn jenen, die dort Hilfe brauchen, geht es meistens schlechter als jenen, die sich zu Hause auskurieren.“

#27 Dr. Wolfgang Wodarg (Wodarg.com PDF Datei am 25.02.2020)
  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit der Grippe. Die Sterberate liegt nur bei 0,1% (1/1000):
    • Siehe Eintrag #1.

„Ist unser Kampf gegen den Coronavirus schlimmer als die Krankheit? (…) Mögliche Anwendung eines ‚Herdenimmunitäts‘-Ansatzes (…) Die Daten aus Südkorea (…) zeigen, dass 99 Prozent der aktiven Fälle in der generellen Population ‚mild‘ sind und keine spezifische medizinische Behandlung brauchen. (…) Die Todesfälle sind vor allem bei älteren Menschen, bei Menschen mit schweren chronischen Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten sowie bei Menschen in beiden Gruppen zu finden. Dies gilt nicht für infektiöse Geißeln wie die Grippe. Die Grippe trifft ältere und chronisch kranke Menschen ebenfalls hart, aber sie tötet auch Kinder.“

#28 Dr. David Katz (New York Times (Englisch) am 20.03.2020)
  • Spricht von Herdenimmunität:
  • Nur ältere Menschen und/oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen würden sterben:
    • Siehe Eintrag #15.
    • Studie aus Italien widerlegt diese These.
    • Studie aus UK widerlegt diese These.

„Es ist in der Regel so, dass die Menschen ihre Freiheit bereitwillig aufgeben, wenn sie sich gegen eine äußere Bedrohung schützen wollen. Und die Bedrohung ist in der Regel eine echte Bedrohung, die aber meist übertrieben ist. Ich fürchte, das ist es, was wir jetzt sehen. (…) Und jeder, der die Geschichte studiert hat, wird hier die klassischen Symptome einer kollektiven Hysterie erkennen. Hysterie ist ansteckend (…) ob die Kur vielleicht schlimmer ist als die Krankheit.“

#29 Jonathan Sumption (Spectator.co.uk (Englisch) am 30.03.2020)
  • In dem Artikel bezieht sich Sumption auf Großbritannien. Hysterie sowie Verharmlosung der Krankheit:
    • Großbritannien wurde besonders hart getroffen. Stand Heute (16.09.2020) haben 41.664 Menschen bereits ihr Leben verloren und das Land befindet sich aktuell am Beginn einer zweiten Welle. (Quelle in Englisch).

„Daraus lässt sich ableiten, dass die Letalitätsrate von COVID 19 deutlich unter 1% liegt: Dieser Befund wurde auch in eine Studie des Kollegen Anthony Fauci vom US National Institute of Allergy and Infectious Diseases aufgenommen, die auf einem Bericht basiert, der sich auf 1099 im Labor bestätigte COVID-19-Patienten aus 552 chinesischen Krankenhäusern konzentriert. Dies lässt vermuten, dass die klinischen Gesamtfolgen von COVD-19 letztlich ähnlich sein könnten wie die schwere saisonale Grippe, die eine Letalität von etwa 0,1% aufweist, oder eine pandemische Grippe wie die von 1957 oder 1968, und nicht wie die von SARS oder MERS, die durch eine Letalität von 10% bzw. 36% gekennzeichnet sind und die, unglaublich zu sagen, keine Panikmache in unserem Land hervorgerufen haben.“

#30 Prof. Dr. Giulio Tarro (Cybermednews (in Englisch) am 16.03.2020)
  • Verharmlosung der Letalitätsrate von COVID-19 („Deutlich unter 1%“ bzw. ähnlich der von Influenza):
    • Siehe Eintrag #1 / #27.
  • Vergleich mit SARS / MERS, wo eine deutlich(!) höhere Letalität v. 10% bzw. 36% vorliegt:
    • Die Ansteckungsraten unterscheiden sich extrem (RKI). Dies ist ein typischer Vergleich von Äpfeln und Birnen.

„Aber Prof. Ricciardi fügte hinzu, dass Italiens Todesrate auch aufgrund der Art und Weise, wie Ärzte die Todesfälle melden, hoch sein kann. (…) ‚Eine Re-Evaluation des Nationalen Gesundheitsinstituts zeigte, dass nur 12 Prozent der Todeszertifikate einen direkten Zusammenhang zum Coronavirus zeigten, während 88 Prozent der gestorbenen Patienten mindestens eine Vorerkrankung hatten – viele hatten zwei oder drei‘, sagte er.“

#31 Prof. Dr. Walter Ricciardi (Telegraph (in Englisch) am 23.03.2020)
  • Der Großteil (88%) hatte mind. eine Vorerkrankung:
    • Dass 12% ohne Vorerkrankung und somit ausschließlich an den Folgen der Covid-19 Infektion gestorben sind, ist eine beunruhigende Menge.
    • In Deutschland haben knapp 22 Millionen Menschen eine Vorerkrankung, was mehr als 1/4 der Bevölkerung entspricht (Quelle).
    • Im Anschluss an dieses Zitat sagt er:

„This does not mean that Covid-19 did not contribute to a patient’s death, rather it demonstrates that Italy’s fatality toll has surged as a large proportion of patients have underlying health conditions.“

Prof. Dr. Walter Ricciardi (Telegraph (in Englisch) am 23.03.2020)

„Dies bedeutet nicht, dass Covid-19 nicht zum Tode eines Patienten beigetragen hat, sondern zeigt, dass die Zahl der Todesopfer in Italien gestiegen ist, da ein großer Teil der Patienten unter gesundheitlichen Problemen leidet.“

Übersetzung

„Dieses Beweisfiasko schafft eine enorme Unsicherheit über das Risiko, an Covid-19 zu sterben. Gemeldete Todesfälle, wie die offizielle Rate von 3,4% der Weltgesundheitsorganisation, sind entsetzlich – und bedeutungslos. Patienten, die auf SARS-CoV-2 getestet wurden, sind unverhältnismäßig viele mit schweren Symptomen und schlechten Ergebnissen. Da die meisten
Gesundheitssysteme nur über begrenzte Testkapazitäten verfügen, könnte sich die Selektionsverzerrung in naher Zukunft sogar noch verstärken. (…) Eine bevölkerungsweite Todesfallrate von 0,05% ist niedriger als die der saisonalen Grippe. Wenn dies die tatsächliche Rate ist, kann die Abriegelung der Welt mit potenziell enormen sozialen und finanziellen Folgen völlig irrational sein.“

#32 Prof. Dr. John Ioannidis (Statnews.com (in Englisch) am 17.03.2020)
  • Die Sterberate liegt bei 0,05%:
  • Auf Basis der Sterberate i.H.v. 0,05% werden die Maßnahmen als unverhältnismäßig dargestellt:
    • Die 0,05% werden ohne Belege in den Raum geworfen und daraufhin die Maßnahmen in Frage gestellt.
  • In den USA leben 328.200.000 Menschen (Quelle) und es haben bereits 196.676 Menschen ihr Leben in Verbindung mit einer Covid-19 Infektion verloren (Stand 17.09.2020 – Quelle). Würde die Sterberate bei nur 0,05% liegen, hätten sich bereits alle US-Einwohner anstecken müssen (0,05% von 328.200.000 = 164.100).

„Corona: Eine Massenpanik-Epidemie. (…) Die WHO schätzt, dass eine Grippesaison etwa 500.000 Menschen tötet, d.h. etwa 50 Mal mehr als diejenigen, die bisher während der mehr als dreimonatigen Coronavirus-Epidemie gestorben sind. (…) Während der Influenzapandemie 2009 wurden keine solch drakonischen Maßnahmen ergriffen, und sie können natürlich nicht jeden Winter, der das ganze Jahr über andauert, angewandt werden, da es irgendwo immer Winter ist. Wir können nicht die ganze Welt dauerhaft abschalten.“

#33 Prof. Dr. Peter C. Gøtzsche (DeadlyMedicines.dk (in Englisch) am 21.03.2020)
  • Vergleich mit Influenza / Verharmlosung gegenüber dieser:
    • Auch hier hat die Realität diese These widerlegt. Seit Beginn der Pandemie sind bereits 939.473 Personen nachweislich an den Folgen einer Covid-19 Infektion gestorben (Quelle in Englisch). Ohne die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung wären noch mehr Menschen gestorben.

„Die Medien schüren zum Coronavirus die Angst (…) Wir haben jeden Winter eine Virus-Epidemie mit Tausenden von Todesfällen und mit Millionen Infizierten auch in Deutschland. Und immer haben Coronaviren ihren Anteil daran. (…) Wer nur wegen eines positiven Coronavirus-PCR-Tests Quarantänemaßnahmen ausgesetzt wird und finanzielle Schäden erleidet, hat unter Umständen nach Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetzes Anspruch auf Entschädigung. Aber auch gegen einen unsinnigen Freiheitsentzug sollte man sich zur Wehr setzen.“

#34 Dr. Wolfgang Wodarg (Rubikon.news am 14.03.2020)
  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit Influenza:
    • Siehe Eintrag #1 / #27.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.

„SARS-CoV-2, das neuartige Coronavirus aus China, breitet sich weltweit aus und löst trotz seiner derzeit geringen Inzidenz außerhalb Chinas und des Fernen Ostens eine enorme Reaktion aus. Vier verbreitete Coronaviren sind derzeit im Umlauf und verursachen weltweit Millionen von Fällen. Dieser Artikel vergleicht die Inzidenz- und Sterblichkeitsraten dieser vier häufigen Koronaviren mit denen von SARS-COV-2 (…) Er kommt zu dem Schluss, dass das Problem von SARS-CoV-2 wahrscheinlich überschätzt wird, da jedes Jahr 2,6 Millionen Menschen an Atemwegsinfektionen sterben, verglichen mit weniger als 4000 Todesfällen bei SARS-CoV-2 zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels.“

#35 Yanis Roussel, Audrey Giraud-Gatineau, Marie-Thérèse
Jimenoe, Jean-Marc Rolain, Christine Zandotti, Philippe Colson und Didier Raoult (Sciencedirect.com (in Englisch) am 19.03.2020)
  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit Influenza:
    • Die Zahl „2,6 Millionen“ beinhaltet viele unterschiedliche Krankheiten, die nicht nur durch Viren, sondern auch Bakterien ausgelöst werden. Auch wird nicht auf die Sterberate eingegangen, welche sich bei herkömmlichen Grippeviren im Promillebereich befindet, bei Corona jedoch bei über 2%.

„Am Jahresende werden aber alle Staaten mit Wohlstand unrettbar verschuldet, alle Menschen mit materiellem Wohlstand enteignet, die mittelständische Wirtschaft dezimiert, die großen Banken dank ihrer Kredite für Staaten saniert, der sogenannte Gesundheitssektor noch aufgeblasener und Big Pharma noch reicher geworden sein. (…) Jeder wird vor jedem in Ansteckungsangst leben und sozial isoliert arbeitslos oder im ‚Home Office‘ mit Online-Bestellungen dahinvegetieren. Alles über dem nackten Existenzminimum werden die Überlebenden benötigen, um das Schutzgeld für Banken und Big Pharma aufzubringen.“

#36 Dr. Gerd Reuther (Rubikon.News am 31.03.2020)
  • Prophezeit:
    • Enteignung aller Menschen mit materiellem Wohlstand:
      • In Europa hat sich 6 Monate nach Beginn der Pandemie und 3 Monate vor Jahresende nichts dergleichen angekündigt.
    • Dezimierung der mittelständischen Wirtschaft:
      • Es gab wirtschaftliche Folgen, doch gerade in Deutschland sind die Auswirkungen vergleichbar gering (siehe hier).
    • Sanierung der Banken durch Kredite für Staaten.
    • einen noch aufgeblaseneren Gesundheitssektor:
      • Dies impliziert, dass der Gesundheitssektor in Deutschland bereits aufgeblasen war, was jedoch so nicht stimmt. Deutschlands Ausgaben belaufen sich auf 11,2% des BIP (Platz #2 in Europa) – Die mitteleuropäischen Länder investieren circa 9 bis 11% des BIP, die Schweiz sogar 12,1% (Quelle).
    • Reichtumsanhäufung der „Big Pharma“:
      • Bereits lange vor und auch lange nach Ende dieser Pandemie wollten und wollen Pharmakonzerne ihre Gewinne maximieren. Dies trifft auch auf jedes andere Unternehmen zu, egal in welcher Branche.
    • Alle Menschen leben sozial isoliert von einander in Ansteckungsangst oder „Home Office“:
      • Das Leben in Deutschland hat sich seit Monaten bereits wieder normalisiert. Es wird gereist. Lockerungen werden bundesweit vorgenommen. Alle wollen und gehen wieder in die Normalität über. Es gibt nur noch wenige Einschränkungen im Alltag – MNS-Pflicht im ÖPNV sowie in Geschäften sind hierbei die offensichtlichsten.

„Die Zahlen zu den jungen Coronavirus-Erkrankten sind irreführend (…) Vernazza fordert deshalb, alle teilweise überstürzt getroffenen Entscheidungen in den letzten Wochen nun zu reflektieren. Wenn fast 90 Prozent der Infektionen unbemerkt bleiben, mache es keinen Sinn alle Leute zu testen. (…) Aufgrund der neuen Erkenntnisse zeige sich, dass viele der Maßnahmen vielleicht sogar kontraproduktiv seien. Vor allem die Schulen zu schließen, hält er für falsch wie auch eine Ausgangssperre im epidemiologischen Sinn nicht das Richtige wäre.“

#37 Prof. Dr. Pietro Vernazza (Watson.ch am 22.03.2020)
  • 90% der Infizierten zeigen keine Symptome:
    • Circa 40 bis 45% der Fälle sind asymptomatisch. Dementsprechend zeigen 55 bis 60% der Infizierten Symptome (FAZ).
  • Erwähnt Ausgangssperre:
    • Nicht ersichtlich, ob Bezug auf Schweiz (da schweizer Website) oder Deutschland. In beiden Ländern gab es keine Ausgangssperre!

„Während der Coronavirus in aller Munde ist, hört man von der Grippewelle derzeit allerdings wenig. Dabei sind Ansteckungsgefahr und Sterblichkeit bei Influenzaviren nach Experten-Einschätzung etwa gleich hoch wie beim Coronavirus. ‚Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza‘, sagt Chefarzt Clemens Wendtner von der Schwabinger Klinik für Infektiologie, wo sieben der dreizehn Corona-Infizierten in Deutschland in Behandlung sind. ‚Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich‘, erklärt Wendtner. Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza.“

#38 Prof. Dr. Clemens Wendtner (Focus am 07.02.2020)
  • Vergleich mit Grippe:
    • Siehe Eintrag #1 / #27.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.

„Die Virologen, die jetzt das politische Geschehen maßgeblich beeinflussen, machen sich für ihre Form der Panikmache eine Neudefinition von ‚Pandemie‘ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunutze. Während zuvor eine Pandemie erst dann ausgerufen wurde, wenn ein Virus weltweit erhebliche Erkrankungsraten bewirkt, ist seit 2017 bereits die alleinige Verbreitung von Viren ein Grund dafür, einen Stufenplan des Monitorings und der Virusbekämpfung in Gang zu setzen. Da sich aber aufgrund der Globalisierung alle Formen von Viren schnell über die Welt verbreiten, ist im Grunde stets der Zustand einer Pandemie gegeben. Und jedes Jahr gibt es neue Viren, die sich schnell in der Weltbevölkerung verbreiten. Es wird so zu einer Frage der Willkür oder von speziellen Interessen, bei einem bestimmten Virus eine Pandemie auszurufen.“

#39 Prof. Dr. Franz Ruppert (KenFM am 18.03.2020)
  • Die Corona-Virus Pandemie sei keine Pandemie:
    • Fast 1.000.000 Menschen, die in weniger als einem Jahr bereits weltweit ihr Leben verloren haben (Quelle in Englisch), sind Beweis genug, dass es sich bei der aktuellen Pandemie tatsächlich um eine solche handelt.
  • Seit 2017 betreibt man Virusbekämpfung aufgrund der Verbreitung von Viren:
    • Das Bekämpfen von (gefährlichen) Viren ist per se nichts schlechtes. Eine vergleichbare Situation wie die jetzige gab es jedoch nicht, auch nicht in den letzten drei Jahren (wie im Zitat angedeutet).

„Die EU-Kommission hat sich mit Facebook & Co. getroffen, um Schritte gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien rund um den Covid-19-Ausbruch abzustimmen. (…) Alle Teilnehmer hätten versichert, dass sie ‚zuverlässige Nachrichtenquellen‘ prominenter darstellen, ‚verbotene
oder schädliche Inhalte entfernen‘ (…) wollten (…) Die im Verhaltenskodex entwickelten Werkzeuge, wonach etwa enttarnte ‚Fake Accounts‘ und Social Bots rasch abgeschaltet und Profiteuren von Falschmeldungen die Werbeeinnahmen entzogen werden sollen, haben laut Jourová den Unterzeichnern dabei geholfen, schnell zu reagieren. (…) Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte parallel öffentlich versichert, entschieden gegen falsche Informationen rund um das Coronavirus vorgehen zu wollen.“

#40 Stefan Krempl (Heise.de am 05.03.2020)
  • Keine Kritik oder Wertung des Corona-Virus.
  • Hinweis, dass die EU-Kommission sowie Social Media Plattformen entschieden gegen Fake News zum Thema Covid-19 vorgehen wollen.

„‚Corona ist mehr ein Kopf-Problem‘. Eine deutlich höhere Gefahr als vom Corona-Virus gehe derzeit von der Grippe aus, so der Mediziner. 200 Menschenleben in Deutschland, so eine Meldung vom Donnerstagmorgen, hatte diese in den ersten Monaten des Jahres gefordert. 17.000 hatten sich hierzulande bereits infiziert. Verglichen mit den wenigen hundert in Deutschland bekannten Corona-Fällen, die meist glimpflich verliefen, sei das weitaus schlimmer. Dennoch herrsche eine große Unsicherheit in der Bevölkerung beim Thema Corona, ein ‚riesiges Rauschen‘, wie Hable sagt.“

#41 Dr. Michael Hable (MZ-Web.de am 05.03.2020)
  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit der Grippe:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Sie können die Ansteckung nicht verhindern. Die Asymptomatischen sind ja genauso Virenverbreiter wie die Symptomatischen. (…) Die Symtomatischen sind eigentlich weniger ansteckend wie die Asymptomatischen, die noch in der Inkubationszeit sind. (…) Es ist völlig aussichtslos gegen eine virale Durchseuchung schützen zu wollen. Deswegen sind die Maßnahmen, die im Moment getroffen werden, völlig abwegig.“

#42 Dr. Claus Köhnlein (Youtube am 30.03.2020)
  • Spricht Durchseuchung an:
    • Eine Herdenimmunität ohne Impfstoff kann nicht ohne große Verluste erreicht werden. (Siehe hier und hier).

„Wir könnten eine einfache Schätzung des IFR als 0,36% vornehmen, basierend auf der Halbierung der untersten Grenze des CFR-Vorhersageintervalls. Die beträchtliche Unsicherheit darüber, wie viele Menschen an der Krankheit leiden, der Anteil der asymptomatischen Patienten (und die Demographie der Betroffenen) bedeutet jedoch, dass dieser IFR wahrscheinlich eine Überschätzung darstellt. (…) In Island, wo die meisten Tests pro Kopf durchgeführt wurden, liegt der IFR irgendwo zwischen 0,01% und 0,19%. Unter Berücksichtigung der historischen Erfahrung, der Tendenzen in den Daten, der gestiegenen Anzahl von Infektionen in der größten Bevölkerungsgruppe und der potenziellen Auswirkungen einer Fehlklassifizierung von Todesfällen ergibt sich eine vermutete Schätzung für den COVID-19 IFR zwischen 0,1% und 0,36%.“

#43 Dr. Jason Oke (Cebm.net (in Englisch) am 17.03.2020)
  • Verharmlosung der Sterberate auf 0,1% bis 0,36%:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„In jedem Land sterben mehr Menschen an der regulären Grippe als an dem Coronavirus. (…) Was hat die Schweinegrippe-Pandemie gestoppt und was stoppt Viren generell? Wer glaubt, dass die Regierung Viren beendet, liegt völlig falsch. Was passiert wirklich? Das Virus, das niemand stoppen kann, verbreitet sich in der Bevölkerung, und dann wird die Bevölkerung, nicht die Gefährdeten, dem Virus ausgesetzt, und gleichzeitig bildet der Körper Antikörper, um die Krankheit abzuschalten und zu verhindern. Zurzeit wird das Virus in Israel von sehr vielen Menschen verbreitet, die nicht wissen, dass sie es haben, und die Menschen werden dem Virus ausgesetzt und werden immun. Die Infektionskette wird unterbrochen, und auf diese Weise kommt das Virus zum Stillstand.“

#44 Prof. Dr. Yoram Lass (Globes.co.il (in Englisch) am 22.03.2020)
  • Vergleich Mortalität mit Grippe:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.
  • Spricht Durchseuchung/Herdenimmunität an:
    • Siehe Eintrag #42.
  • Er geht auf die Situation in Israel ein und spricht davon, dass „sehr viele Menschen“ das Virus aktuell (Ende März) verbreiten würden:
    • Israel befindet sich seit Mitte Juni in einer zweiten Welle, die ein Vielfaches(!) an Infizierten mit sich brachte. Während der ersten Welle lag der Rekord an Neuinfektionen pro Tag bei 828 (01. April). In der zweiten Welle war der bisherige Spitzenwert mit 5.514 (15. September) und beträgt damit mehr als das Sechsfache. Die Situation in Israel wurde komplett falsch eingeschätzt. Prof. Dr. Yoram ging von sehr vielen asymptomatischen Fällen und einer viel(!) höheren Durchseuchungsrate aus. Eine hohe Durchseuchungsrate hätte die jetzigen Infektionsketten jedoch durchbrochen (Stichwort Herdenimmunität), was nachweislich nicht der Fall ist.

„Die einzige ‚Basis‘ des völlig absurden im faktenfreien Vakuum schwebenden ‚CoronaSchwindels‘ sind die ‚5%-IPS-Patientenlüge’ – jeder Primarschüler weiß, dass das Verhältnis IPSPatienten : Erkrankten (d.h. positiv Getesteten) von 1:20 aka 5% in der Realität um den Faktor 100 oder noch tiefer liegt, weil zwar jeder IPS-Patient getestet wird aber die wenigsten Erkrankten, ergo <0.05% beträgt, und die ‚Corona-Toten-Lüge‘ mit der jeder an was weiß ich auch immer Verstorbene (zufällige) Träger EINES (PCR extrem sensitiv) Corona-Virus als AN COVID-19 Verstorbener gilt. Dies ist in Italien und in Deutschland so, und weil ich auf meine Anfrage an das BAG nie eine Antwort erhalten habe, wohl auch bei uns und überall sonst.„

#45 Dr. Thomas Binder (Quelle nicht mehr verfügbar)
  • Spricht von falschen Zahlen bezüglich Intensivpatienten:
    • Das RKI beruft sich auf eine Studie mit 72.314 Fällen aus China (Siehe Quellenangabe innerhalb dieser Quelle).
  • Kein Unterschied mit/an Corona Verstorbener:
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).

„Die diversen Ausgangsbeschränkungen wurden soweit ersichtlich per Allgemeinverfügung unter Berufung auf § 28 Infektionsschutzgesetz erlassen. Unter den wenigen Jurist*innen, die sich dazu öffentlich geäußert haben, scheint man sich – völlig zu Recht – mehrheitlich einig, dass diese allesamt rechtswidrig sind. Der § 28 IfSG ist bereits keine taugliche Rechtsgrundlage – mal ganz davon abgesehen, dass auch die Verhältnismäßigkeit einiger Beschränkungen sehr zweifelhaft ist. Daher hätte meines Erachtens eine Klage gegen die Allgemeinverfügungen – oder gegen entsprechende darauf basierte verhängte Strafen oder Bußgelder – gute Aussichten auf Erfolg.“

#46 Dr. Jessica Hamed (FR.de – Datum nicht mehr ersichtlich)
  • Zweifel daran, dass (Ausgangs)Beschränkungen rechtskonform sind:
    • Siehe Eintrag #22.
    • Stand Heute (17.09.2020) ist noch keine einzige Klage erfolgreich gewesen.

„Das Virus hat nach meiner Auffassung – und da habe ich eine große Übereinstimmung mit viele anderen Medizinern – in etwa die gleiche Gefährlichkeit wie Influenza. Wir sehen das an den Todesraten, die in etwa bei 0,3 bis 0,7 Prozent liegen. Das entspricht dem, was wir bei Influenza auch sehen. Der Verlauf ist ähnlich. Also es ist ein Erkrankung des Hals-Nasenbereiches bis hin zur Lunge. Das ist eine Infektion, die ähnlich verläuft wie Influenza und auch ähnlich ansteckend ist. (…) Masern sind deutlich gefährlicher.“

#47 Prof. Dr. Stefan Hockertz (Quelle nicht mehr verfügbar)
  • Verharmlosung des Coronas-Virus / Vergleich mit Influenza:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.
  • Relativierung gegenüber Masern:
    • Gegen die Masern gibt es einen Impfstoff, dadurch auch eine entsprechende Herdenimmunität. An den Masern erkranken jährlich weniger als 1.000 Menschen in Deutschland (Quelle) und von 2001 bis 2019 sind acht Menschen an einer Masernerkrankung gestorben (Quelle).

„Die Zahlen von 20 oder 50.000 Corona-Infizierten, die jeden Tag in verschiedenen Ländern genannt werden, sind völliger Unsinn. Nicht einmal 1 Prozent der Bevölkerung sind mit höchst fragwürdigen Tests untersucht worden. Über die anderen 99 Prozent wissen wir gar nichts. Bereits Anfang Februar wurde ein starker Anstieg von Grippesymptomen festgestellt. Wahrscheinlich waren das auch schon Coronafälle. Nur, es wurde nicht getestet. Die aktuellen Maßnahmen beruhen jedenfalls nicht auf Fakten, sondern sind eine irrationale Überreaktion.“

#48 Dr. Gerd Reuther (Rubikon.News am 25.03.2020)
  • Kritik am Testverfahren:
    • Hierzu Berichte vom rbb24ZDF und Quarks. Es gibt keine perfekten Tests – für keinen Virus – Wissenschaftler*innen sind sich jedoch einig, dass der PCR Test auf Covid-19 sehr zuverlässig ist.
  • Nur 1 Prozent der Bevölkerung wurden untersucht:
    • Die Aussage wurde getätigt, als die Pandemie in Deutschland noch sehr ‚frisch‘ war, weshalb natürlich nicht alle Bürger*innen getestet werden konnten. Die Testkapazitäten haben sich jedoch Woche um Woche erhöht (Quelle). Es wurde von Anfang an nur dort getestet, wo Infektionen vermutet wurden (Reiserückkehrer*innen, Kontaktpersonen usw.).
    • Es gab seitdem einige Studien bezüglich Durchseuchungsraten, beispielsweise für Bad Feilnbach. Die Vermutung, dass es eine hohe Dunkelziffer asymptomatischer Infizierter gab, weshalb Maßnahmen überzogen und nicht nötig waren/sind, wurde durch eben jene Studien widerlegt.

„In Italien sind die Todesfälle während der regulären Grippesaison jedes Jahr 20-mal höher als die, die bisher mit Covid-19 gestorben sind. Wie kommt es, dass wir die Intensivstationen nicht jedes Jahr überlasten? Hier sind die Daten von Covid-19 in Italien, die am 10. März 2020 um 18:00 Uhr aktualisiert wurden: 8514 Fälle mit 631 Toten. Beachten Sie, dass diese Auswahl äußerst selektiv gewählt wird, da die Tests hauptsächlich an kranken Personen durchgeführt werden. Die Mehrheit der Experten, einschließlich Ilaria Capua, glaubt, dass asymptomatische Fälle 10- bis 100-mal höher sind. Daher wird die Sterblichkeitsrate nicht 7,4% betragen, sondern mindestens zehnmal niedriger. (…) Diese Daten bestätigen, dass wir immer noch vor einer PanikEpidemie stehen und dass die Medien die Hauptverbreiter sind.“

#49 Dr. Leopoldo Salmaso (Quelle nicht mehr verfügbar)
  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich Mortalität mit der Grippe:
    • Wie in Deutschland, werden Verstorbener einer Grippe-Saison nur hochgerechnet (Anhand der „Excess Deaths“). Im Zeitraum von 2013 bis 2017 sind in Italien 68.000 Menschen in diesem Zusammenhang verstorben, was im Schnitt 17.000 Tote je Grippesaison entspricht. (Quelle in Englisch).
    • Während der Epidemie in Italien sind innerhalb von 1 Monat bereits 12.000 Menschen verstorben (Quelle in Italienisch). Der Wert „20x mal höher“ wurde bereits am 12. März 2020 überschritten.
  • Asymptomatische Fälle sind 10 bis 100 mal höher und dadurch liegt die Sterblichkeitsrate maximal bei 0,74%:
    • eine neue Studie aus Italien zeigt eine Ansteckungsquote von 2,5%. Daraus resultiert eine Sterberate i.H.v. 2,33% (siehe eigene Berechnung).

„Es ist weder möglich eine signifikant erhöhte Letalität des Virus, noch ein pandemischen Verlauf nachzuweisen. Aus wissenschaftlichen Gründen ist es in meinen Augen zwingend erforderlich eine statistische Studie zu erstellen, um die wirkliche Gefährlichkeit der Situation zu prüfen. Politik und Ärzteschaft befinden sich bei der Coronakrise – nicht Pandemie da nicht nachgewiesen – im kompletten Blindflug. Dies kann und wird Menschenleben kosten.“

#50 Dr. Richard Capek (Coronadaten.wordpress.com am 24.03.2020)
  • Zweifel an Pandemie:
    • Bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels gab es in mehr als 100 Ländern Covid-19-Infizierte (Quelle 1 + 2).
  • Verharmlosung der Sterberate:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Damit wird die Sterblichkeit an der Krankheit aber deutlich überschätzt, um wie viel ist aber unbekannt. Wir haben also ein Begriffswirrwarr, das sich letztlich damit erklärt, dass wir immer wieder von Infizierten anstatt von positiv Getesteten reden. Im Gedächtnis bleiben davon die hohen Zahlen, etwa die von der WHO genannte Mortalitätsrate von 3,4%. Und das erzeugt Angst. (…) dass wir dafür sorgen müssten, dass die Medien nicht über die Kraft von Bildern Emotionen erzeugen, die unser Urteil beeinflussen. Wenn man Bilder von Särgen und Sterbeabteilungen aus Italien gezeigt bekommt oder Bilder absolut leerer Regale, dann übersteigt deren Wirkungen auch genannte Fakten.“

#51 Prof. Dr. Gerd Bosbach (Nachdenkseiten Blog am 26.03.2020)
  • Von der WHO genannte hohe Mortalitätsrate 3,4% erzeuge Angst:
    • Während einer Pressekonferenz sagte der WHO Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus: “Globally, about 3.4% of reported COVID-19 cases have died,” Also wörtlich übersetzt: „3,4% der gemeldeten Covid-19 Fälle sind gestorben.“.
  • Kritik an Medien bezüglich Bilder von Särgen, Sterbeabteilungen aus Italien sowie leerer Regale:
    • Auch dies ist keine Verharmlosung des Virus oder eine Kritik an den Maßnahmen selbst, sondern an dem Umgang der Medien mit dieser Pandemie, wenn mit der Angst der Menschen Geld verdient wird, ist dies auch zu recht zu kritisieren.

„Ich habe eine wissenschaftliche Studie über Chloroquin und Viren durchgeführt, die vor dreizehn Jahren veröffentlicht wurde. Seitdem haben vier weitere Studien anderer Autoren gezeigt, dass das Coronavirus auf Chloroquin reagiert. Nichts davon ist neu. Dass die Gruppe von Entscheidungsträgern nicht einmal über die neueste Wissenschaft Bescheid weiß, verschlägt mir den Atem. Wir wussten über die mögliche Wirkung von Chloroquin auf kultivierte Virusproben Bescheid. Es war bekannt, dass es ein wirksames Antivirenmittel ist.“

#52 Prof. Dr. Didier Raoult (LinkeZeitung.de (Blog) am 26.03.2020)
  • Chloroquin als Heilmittel:
    • Chloroquin hilft nicht gegen SARS-CoV-2 (Quelle 1 + 2).
    • Die FDA hat die Notzulassung rasch widerrufen.

„[Frage: Frau Professorin Edenharter, sind die derzeit verhängten Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen überhaupt vom Grundgesetz und den geltenden Gesetzen gedeckt?] Ein klares Nein. Es fehlt zu allererst an einer tauglichen Rechtsgrundlage. Außerdem sind zumindest in einigen Bundesländern Regelungen beschlossen worden, die die Freiheitsrechte bestimmter Personengruppen unverhältnismäßig stark einschränken.“

#53 Prof. Dr. Andrea Edenharter (RND.de am 26.03.2020)
  • Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seien grundgesetzwidrig:
    • Siehe Eintrag #22 & #46.
    • Stand Heute (18.09.2020) ist noch keine einzige Klage erfolgreich gewesen.

„[Zitiert einen Kollegen] In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass sich das RKI aus Gründen des Infektionsschutzes gegen Obduktionen auspricht! (…) Bisher war es für Pathologen selbstverständlich, mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen auch bei infektiösen Erkrankungen wie HIV/AIDS, Hepatitis, Tuberkulose, PRION-Erkrankungen usw. zu obduzieren. Hat man Angst, davor, die wahren Todesursachen der positiv getesteten Verstorbenen zu erfahren? Könnte es sein, dass die Zahlen der Corona-Toten dann dahin schmelzen würden wie Schnee in der Frühlingssonne? Minimale bzw. begrenzte Autopsien, wie sie das RKI empfiehlt, sind übrigens immer problematisch, weil man in der Regel nur das findet, was man sucht, wesentliche unerwartete Befunde aber oft unentdeckt bleiben.“

#54 Dr. Bodo Schiffmann (Youtube am 02.04.2020)
  • Kritik an der Empfehlung des RKI zu Verzicht auf Obduktionen, da vermutet wird, dass Covid-19 harmlos ist und dies bei Untersuchungen offenbart werden würde:
    • Das Universitätsklinikum Hamburg hatte von Beginn an Verstorbenen in Verbindung mit einer Covid-19 Infektion obduziert, das Ergebnis wurde bei der Annals of Internal Medicine veröffentlicht.
    • Auch andere Studien haben gezeigt, dass nichts verheimlicht wurde.
    • Das RKI hatte bereits kurze Zeit später aufgrund der Kritiken seine Meinung zu dem Thema geändert.

„Wenn ein Virus nicht selbst tötet oder allein tötet, sondern nur im Verbund mit anderen Krankheiten, dann darf man dem Virus nicht die Schuld allein in die Schuhe schieben. Dass dieses passiert bei COVID-19 ist nicht nur falsch, sondern gefährlich irreführend. Weil dadurch vergisst man, dass viele andere Faktoren – lokale Faktoren – mit eine entscheidende Rolle spielen können. (…) Ich kann nur sagen: Diese Maßnahmen sind selbstzerstörerisch und dass, wenn die Gesellschaft die akzeptiert und durchführt, gleich dieses einem kollektiven Selbstmord.“

#55 Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (Youtube am 19.03.2020)
  • Covid-19 alleine tötet nicht:
    • Verharmlosung des Corona-Virus. Impliziert, dass die Vorerkrankungen primär für den Tod verantwortlich sind (Quelle, die dies widerlegt), dabei verkürzt das Virus die Lebenszeit der Menschen um mehrere Jahre und auch bei Menschen, die eine Infektion überleben, kommt es mitunter zu gesundheitlichen Langzeitfolgen (Quelle).

„Ein Journalismus, der öffentliche Verlautbarungen nur noch unkritisch nachplappert, ist am Ende. (…) Zeitunglesen geht im Moment schnell. Zwei Minuten, wie in der DDR. Einmal blättern und man weiß, dass sich die Regierungsmeinung nicht geändert hat und die Medienlogik auch nicht. Eigentlich habe ich dazu schon alles gesagt. Ich habe letzte Woche geschrieben, wie sich Journalismus und Politik gegenseitig hochgeschaukelt haben am Imperativ der Aufmerksamkeit und dadurch eine Realität geschaffen wurde, die man jetzt nicht einmal mehr zu dritt auf der Straße erörtern kann. Das ist der Tod von Öffentlichkeit, die online nicht wiederbelebt werden kann.“

#56 Prof. Dr. Michael Meyen (Rubikon.News am 27.03.2020)
  • Journalismuskritik:
    • Keine Kritik/Wertung an dem Corona-Virus, der Pandemie oder den Maßnahmen zur Bekämpfung.

„Der Salzburger Internist Jochen Schuler sprach laut ‚Kurier‘ (Mittwoch-Ausgabe) von ’nicht quantifizierbaren medizinischen Kollateralschäden des Shutdown‘. ‚Es gibt derzeit eine große Menge an Patienten, die nicht gut versorgt werden. Die gewohnten Wege im Gesundheitssystem sind vielen versperrt‘, sagte Schuler. ‚Viele von uns haben das Gefühl, dass uns das um die Ohren fliegen wird, weil die Probleme verschwinden ja nicht.’“

#57 Dr. Jochen Schuler (Wien.ORF.at am 15.04.2020)
  • Kritik an der schlechten Versorgung im Gesundheitssystem aufgrund der Maßnahmen:
    • In der Quelle selbst wird darauf hingewiesen, dass viele Meldungen rückläufig sind, weil die Menschen sich nicht melden, dies allerdings unbedingt tun sollten.
    • Notwendige Operationen werden durchgeführt, nur Operationen, die verschoben werden können, wurden auch verschoben.

„Dies deutet darauf hin, dass die klinischen Gesamtfolgen von Covid-19 letztlich eher denen einer schweren saisonalen Grippe (mit einer Todesfallrate von etwa 0,1%) oder einer pandemischen Grippe (ähnlich denen von 1957 und 1968) ähneln als einer Krankheit wie SARS oder MERS, bei denen die Todesfälle 9 bis 10% bzw. 36% betrugen.“

#58 Dr. Anthony S. Fauci (nejm.org (in Englisch) am 26.03.2020)
  • Verharmlosung der Sterberate / Vergleich mit Grippe (0,1%):
    • Auch hier hat die Realität den Gegenbeweis geliefert, siehe eigene Berechnung zum Thema Sterberate.
    • In den USA sind bereits 201.282 Menschen gestorben, was 0,06% der Gesamtbevölkerung entspricht. Damit die Sterberate bei nur 0,1% liegt, müssten somit bereits 60% der US-Bevölkerung infiziert sein – dadurch jedoch wäre bereits eine Herdenimmunität hergestellt und es dürfe nur noch wenige Neuinfektionen geben.

„Häufig wird gesagt, wenn man jetzt dieses Corona-Virus mit Influenza vergleicht, dann sei das eine Verharmlosung. Das ist aber nicht so. Also wir haben in Deutschland eine sehr, sehr hohe Krankheitslast durch das Influenza-Virus und auch sehr, sehr viele Todesfälle. Das bisher schlimmste Influenza-Jahr in der jüngeren Geschichte in Deutschland war der Winter 2018. Da ist es so gewesen, dass innerhalb eines Zeitraumes von 8 Wochen ungefähr 25000 Menschen in Deutschland gestorben sind. Und man sich das jetzt Mal vorstellt mit einer medialen Begleitung, wie sie heute beim Coronavirus üblich ist, dann wäre das so, dass wir wöchentlich solche Meldungen bekämen: In der ersten Woche sind 100 Menschen gestorben in Deutschland, dann sinds 1000 Menschen, dann sinds 5000 in der nächsten Woche, dann sinds 8000, dann nehmen die Zahlen langsam wieder ab. Das wäre sehr, sehr dramatisch, wenn das wirklich so medial immer begleitet würde. Von dieser Situation sind wir mit Corona sehr, sehr weit entfernt. Trotzdem ist die Angst, die viele haben, ungleich größer als sie im Winter 2018 gewesen ist.“

#59 Professor Dr. Carsten Scheller (Youtube am 25.03.2020)
  • Relativierung des Corona-Virus sowie Vergleich mit Grippewelle 2017/2018:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Während der Grippewelle 2017/2018 sind (hochgerechnet) 25.100 Menschen an einer Infektion gestorben. In Deutschland sind trotz Maßnahmen (Stand 18.09.2020) bereits 9.457 Menschen verstorben (Quelle). Dabei handelt es sich jedoch um laborbestätigte Fälle.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Es wurden alleine in der Steiermark 400 Menschen schon angezeigt, weil sie irgendwas falsch gemacht haben. Und da denk ich mir schon ‚Wow‘. Das hätte wir uns vor Kurzem von niemandem bieten lassen, was uns jetzt alles verboten ist. Da muss man schon abwägen: Ist dieses medizinische Risiko auf der einen Seite, das wir tatsächlich haben, es wert, dass wir sämtliche unsere Freiheiten mit den Füßen treten lassen. Ist das verhältnismäßig oder nicht? Diese Frage finde ich wichtig. Weil natürlich: Der Angstpatient möchte immer radikale Lösungen. Er möchte totale Lösungen. Das will der Angstpatient, weil er hat Angst, er will den Virus weghaben.“

#60 Dr. Raphael Bonelli (Youtube am 27.03.2020)
  • Verharmlost das Virus nicht „das medizinische Risiko […] das wir tatsächlich haben“, kritisiert jedoch die Einschränkungen:
    • Es wurde nicht „irgendwas“ falsch gemacht. Es wurde gegen klar definierte Auflagen verstoßen, (Quelle bei steiermark.org.at).
    • Die Maßnahmen haben den gewünschten Erfolg gebracht. Neben Deutschland ist Österreich eines der Länder, das bislang sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen ist (Quelle).

„Die Massenpsychologie lehrt uns spätestens seit Le Bon, dass sich Menschen vor allem in Krisenzeiten, unter dem Eindruck einer Bedrohung, zu einer uniformen Masse zusammenschließen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bedrohung objektiv vorhanden ist, oder nur als solche wahrgenommen wird, vielleicht auch nur konstruiert ist. Besonders gut funktioniert dieser ungemein starke massenpsychologische Mechanismus mit einer Bedrohung, die als unbekannt, also neu wahrgenommen wird. Etwa ein Virus wie das Coronavirus.“

#61 Harald Haas (Addendum.org Blog am 23.03.2020)
  • Menschen schließen sich in Krisenzeiten zu einer „uniformen Masse“ zusammen:
    • Dass Menschen gerade in Krisenzeiten anders agieren als außerhalb von Krisenzeiten, ist bekannt und nicht zwingend negativ. Menschen achten während dieser Pandemie mehr auf einander.
  • Weiterhin keine Beurteilung des Corona Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Wie funktioniert die Diskreditierung und Desinformation? (…) Strategie 1: Die betroffenen Personen werden in abschätziger Weise vorgestellt (…) 2: Es werden Wörter um das Begriffsfeld ‚Lügen‘ verwendet (…) 3: Argumente werden nicht konkret genannt, sondern nur angedeutet und bewertet (…) 4: In der angeblichen Widerrede werden nur Blickwinkel oder sogar Bestätigungen gebracht (…) 5: Widersprüchliche oder seltsame Aussagen der Mainstream-Meinung bleiben unbeleuchtet (…) 6: Es werden Argumente pro Regierungslinie gebracht, die – wörtlich – nichtssagend sind (…) 7: Aussagen der betroffenen Person werden falsch oder gar nicht wiedergegeben (…) Wohl aber sehe ich als Sprachwissenschaftler, dass es Filter und Diskursmuster von Journalisten wie Lobbyisten gibt, die für die Diskussion wenig hilfreich sind, denn sie verdecken den Blick auf Argumente.“

#62 Prof. Dr. Joachim Grzega (Rubikon.News am 28.03.2020)
  • Der Umgang mit Gegnern der Corona-Maßnahmen wird kritisiert:
    • Keine Kritik am Virus oder den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

„Bislang vermieden es das Robert Koch-Institut und die Bundesregierung, die Anzahl der wöchentlich in Deutschland durchgeführten Corona-Tests zu erheben und zu veröffentlichen. Stattdessen wurden mit aus dem Zusammenhang gerissenen Fallzahlen Angst und Panik geschürt. Amtliche Daten belegen nun erstmals, dass die rasante Zunahme der Fallzahlen im Wesentlichen aus einer Zunahme der Anzahl der Tests resultiert.“

#63 Paul Schreyer (Multipolar-Magazin am 28.03.2020)
  • Die Zahlen der wöchentlichen Corona-Tests werden nicht veröffentlicht:
    • Bereits 10 Tage vor dem Beitrag wurde in den Medien über die Anzahl der Corona-Tests berichtet (Siehe BR.de).
    • Seit dem 26.03.2020 veröffentlicht das RKI die Anzahl an wöchentlichen Testungen in den Situationsbericht (Quelle).
  • Mehr Infizierte ausschließlich durch erhöhte Testanzahl:
    • Die Aussage stammt aus Kalenderwoche 13. Wie hier ersichtlich, ist nicht nur die Testmenge von KW10 bis einschließlich KW13 gestiegen, sondern auch die Positivrate (Dritte Spalte).

„Die tatsächliche Zahl der Coronavirus-Positiven ‚kann nur nach einer ernsthaften epidemiologischen Studie angegeben werden‘, mahnt Gismondo. Sie warnt: ‚Die einzigen verlässlichen Zahlen sind heute die von Patienten, die in der Sub-Intensiv- und Intensivstation stationär behandelt werden, und die von Todesfällen‘. Folglich stellt die Virologin klar: ‚Heute können wir nur noch über den Prozentsatz der Todesfälle unter den hospitalisierten Patienten sprechen. Alle anderen Zahlen sind falsch‘ und als solche ‚verzerren sie auch den Eindruck der Menschen‘. Es hat auch gefährliche Auswirkungen ‚auf die Psyche‘. Wir geben Zahlen an – so Gismondo abschließend -, die den Trend der getroffenen Maßnahmen verändern und das Verhalten der Bürger beeinflussen können“

#64 Prof. Dr. Maria Rita Gismondo
  • Wünscht sich Anpassung der Zahlen:
    • Nach ihrem Vorschlag wäre der Prozentsatz der Todesfälle deutlich höher, wenn als Bezugswert die Anzahl der hospitalisierten Patient*innen genommen wird.
    • Beispiel Deutschland: In Deutschland wurden bereits 17.118 Personen intensivmedizinisch behandelt, 4.111 sind dabei verstorben. Dies entspricht einer Quote von 24% (Quelle).
    • Die asymptomatischen Infizierten rauszurechnen, verschönert zwar im ersten Schritt die Statistiken (Außer der Sterberate), riskiert dann jedoch steigende Zahlen, da auch asymptomatische Infizierte das Virus verbreiten – sogar länger als bislang angenommen (Quelle).

„Bedenken Sie die Auswirkungen der Schließung von Büros, Schulen, Verkehrssystemen, Restaurants, Hotels, Geschäften, Theatern, Konzerthallen, Sportveranstaltungen und anderen Veranstaltungsorten auf unbestimmte Zeit und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit aller ihrer Mitarbeiter. Das wahrscheinliche Ergebnis wäre nicht nur eine Depression, sondern ein vollständiger wirtschaftlicher Zusammenbruch mit unzähligen dauerhaft verlorenen Arbeitsplätzen, lange bevor ein Impfstoff fertig ist oder die natürliche Immunität einsetzt. (…) Personen mit höherem Risiko raten, sich durch körperliche Distanz zu schützen und unsere Gesundheitsfürsorgekapazitäten so aggressiv wie möglich zu steigern. Mit diesem Kampfplan könnten wir allmählich Immunität aufbauen, ohne die finanzielle Struktur, auf der unser Leben basiert, zu zerstören.“

#65 Prof. Michael T. Osterholm (Washingtonpost (in Englisch) am 21.03.2020)
  • Kritik an (wirtschaftlichen) Folgen durch Maßnahmen:
    • Auch Länder, die keine Maßnahmen (oder erst sehr spät) ergriffen haben, leiden unter der Pandemie (Quelle). Daher muss abgewägt werden, um welchen Preis die Wirtschaft geschützt werden soll.
  • Fordert Durchseuchung / Herdenimmunität:

„Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt. Da wir ja davon ausgehen müssen, dass uns das Virus noch lange begleiten wird, frage ich mich, wann wir zur Normalität zurückkehren? Man kann doch nicht Schulen und Kitas bis Jahresende geschlossen halten. Denn so lange wird es mindestens dauern, bis wir über einen Impfstoff verfügen. Italien hat einen Lockdown verhängt und hat einen gegenteiligen Effekt erzielt. Die waren ganz schnell an ihren Kapazitätsgrenzen, haben aber die Virusausbreitung innerhalb des Lockdowns überhaupt nicht verlangsamt. Ein Lockdown ist eine politische Verzweiflungsmaßnahme, weil man mit Zwangsmaßnahmen meint, weiter zu kommen, als man mit der Erzeugung von Vernunft käme.“

#66 Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (GA.de am 18.03.2020)
  • Kritik, dass „Lockdown“ nicht bis Jahresende erfolgen dürfe:
    • In Deutschland wurde im April und Mai bereits wieder umfangreich gelockert. Alle Schulen sind mittlerweile wieder geöffnet.
  • Kritik an Maßnahmen, da das Gesundheitssystem in Italien aufgrund der Maßnahmen an die Kapazitätsgrenzen kamen:
    • Die Kapazitätsgrenzen wurden erreicht, da unter anderem auch 165 Ärzt*innen starben (Quelle).

„[Bericht über Oxford-Studie] Coronavirus ‚hat möglicherweise bereits die Hälfte der britischen Bevölkerung infiziert‘. Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Krankheit in Großbritannien möglicherweise bereits zwei Monate früher als der erste Fall offiziell diagnostiziert wurde, verbreitet war. (…) Sollten sich die Ergebnisse der Studie als richtig erweisen, würde dies darauf hindeuten, dass nur einer von tausend infizierten Patienten eine Krankenhausbehandlung benötigt, und es besteht die Hoffnung, dass die ‚Lockdown‘-Maßnahmen des Vereinigten Königreichs früher als geplant aufgehoben werden könnten.“

#67 Prof. Dr. Sunetra Gupta (Metro.co.uk (in Englisch) am 24.03.2020)
  • Vermutung, dass bereits 50% der Briten infiziert seien. Daraus resultierende geringer Anteil notwendiger Behandlungen im Krankenhaus:
    • Zum 24.03.2020 gab es 10.312 bestätigte Fälle und Stand 20.09.2020 waren es 390.358 Fälle. Wäre im März bereits die Hälfte der Bevölkerung infiziert (und nicht nur 1/37 der Fälle sechs Monate später), hätte die Herdenimmunität eine zweite Welle, wie sie aktuell in Großbritannien besteht, verhindert (Quelle).

„[Interviewer: Aber das COVID-19 ist sehr ansteckend, Doktor…] Ja, wie eine Erkältung — in den Altenheimen sterben die Leute daran. Bis jetzt hat man sie nicht gezählt, nun tut man das aber. Im letzten Jahr gab es weltweit mehr als 500.000 Lungenentzündungen. In Afrika könnte sich eine Million mit der Meningitis anstecken, die durch Spucke übertragbar ist — und die Flugzeuge kommen und gehen. Das interessiert niemanden. Es gibt 135.000 mit Tuberkulose Infizierte in Lateinamerika, und keiner regt sich auf. Wenn jemand viel Lärm um etwas macht wie bei Corona … ich finde, das wird alles sehr dramatisiert. Vom ersten Tag an sagte ich, die Zahlen stimmten nicht — wie damals mit der Schweinegrippe.“

#68 Dr. Pablo Goldschmidt (infobae.com (in Spanisch) am 28.03.2020)
  • Verharmlosung / Relativierung der Gefahr durch Vergleiche mit Erkältungen / Lungenentzündungen:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„[Hamburger Morgenpost] Kitas und Schulen sollen möglichst bald wieder geöffnet werden, damit Kinder und ihre Eltern durch eine Ansteckung mit dem Coronavirus immun werden können. Das fordert der UKE-Infektiologe Dr. Ansgar Lohse in der ‚Bild‘-Zeitung. Die Fortdauer der strikten Maßnahmen würde zu einer Wirtschaftskrise führen, die ebenfalls Menschenleben kostet, so der Mediziner.“

#69 Prof. Dr. Ansgar Lohse (MoPo am 29.03.2020)
  • Forderung nach Herdenimmunität / Durchseuchung:
    • Eine Herdenimmunität ohne Impfstoff kann nicht ohne große Verluste erreicht werden (siehe hier und hier).

„Dass Grundrechte weitgehend suspendiert werden für die gesamte Bevölkerung. Dass es bei anderen Grundrechten Einschränkungen in einem Umfang gibt, dass sie nur noch marginal ausübbar sind. Dass so viele Grundrechte gleichzeitig betroffen sind. Und wie gesagt, nicht für einzelne Menschen, sondern für alle in Deutschland. (…) Das ist in der Tat erschreckend, wie sich die Menschen einschüchtern lassen durch eine Darstellung mit Hilfe suggestiver Bilder, die Angst erzeugt. Wir haben im Fernsehen diese Särge aus Italien gesehen und schon sind die Menschen in Furcht und Schrecken versetzt und vergessen, wie sehr sie die Freiheit vorher geliebt haben, wie sehr sie es für wichtig gehalten haben, dass man Demonstrieren darf in Deutschland und so weiter.“

#70 Prof. Dr. Dietrich Murswiek (Youtube am 31.03.2020)
  • Kritik an Einschränkung der Grundrechte:
    • Hätte es die Einschränkungen nur für einzelne und nicht alle Menschen in Deutschland gegeben, wäre der Aufschrei (zu Recht) größer gewesen.
    • Es gab schon immer Einschränkungen der Grundrechte, wenn dadurch Menschen geschützt werden konnten (ein simples Beispiel: Ampeln schränken die Bewegungsfreiheit ein).
    • Stand 21.09.2020 gab es kein Urteil seitens irgendeines Verfassungsgerichtes, dass die Maßnahmen gegen geltendes Recht verstoßen hätten.

Aussage #71 ist eine exakte Kopie (Aussage, Autor und Quelle) von Aussage #4.

„COVID-19 wurde als die Pandemie des Jahrhunderts bezeichnet: „Es ist eine Pandemie des Jahrhunderts“. Und klar in Bezug auf das, was wir sehen und hören und die Mobilisierung und all die Nachrichten und all die Todesfälle, die wir miterleben… Offensichtlich ist es eine große Bedrohung. Oder ich würde sagen, eine Bedrohung mit unbekanntem Potenzial in Bezug auf ihre letztendlichen Auswirkungen. Gleichzeitig bezeichne ich dies – da es sich möglicherweise um ein einmaliges Fiasko in einem Jahrhundert handelt – als ein Beweisfiasko (…) Aktionen (…) Einige von ihnen werden mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.“

#72 Prof. Dr. John Ioannisdis (Youtube (in Englisch) am 26.03.2020)
  • Hauptsächliche Kritik am Umgang der Medien / der Verbreitung von Nachrichten (Gegebenenfalls Social Media, Kurznachrichtendienste usw):
    • Schreibt selbst, dass eine große Bedrohung ist, bzw. er nicht wisse, welches Ausmaß diese Bedrohung nehmen wird.
    • Daher keine direkte Kritik an den Maßnahmen und auch keine Relativierung/Verharmlosung des Virus selbst.

„Wichtig ist, dass die Ergebnisse, die wir hier präsentieren, darauf hindeuten, dass die laufenden Epidemien in Großbritannien und Italien mindestens einen Monat vor dem ersten gemeldeten Todesfall begannen und bereits zur Anhäufung eines signifikanten Niveaus an Herdenimmunität in beiden Ländern geführt haben. Es besteht eine umgekehrte Beziehung zwischen dem Anteil der derzeit immunen Tiere und dem Anteil der Bevölkerung, der für schwere Krankheiten anfällig ist. Diese Beziehung kann dazu verwendet werden, zu bestimmen, wie viele Menschen in den kommenden Wochen stationär behandelt werden müssen (und möglicherweise sterben), wenn wir in der Lage sind, das aktuelle Niveau der Herdenimmunität genau zu bestimmen.“

#73 Jose Lourenco, Robert Paton, Mahan Ghafari, Moritz Kraemer, Craig Thompson, Sunetra Gupta (medrxiv (in Englisch) am 24.03.2020)
  • Herdenimmunität in Italien und Großbritannien:
    • Knapp fünf Monate später zeigte eine Studie aus Italien, dass sich erst 2,5% der Bevölkerung angesteckt haben – mehr als durch laborbestätigte Fälle vorab aufgezeigt, jedoch noch sehr weit entfernt von einer Herdenimmunität.
    • Siehe Eintrag #67 – Großbritannien hat ebenfalls keine Herdenimmunität erreicht, sonst würde es aktuell (21.09.2020) keine zweite Welle geben.

„Ich kann also meine nagenden Zweifel nicht beantworten, es scheint nichts Besonderes an dieser besonderen Epidemie grippeähnlicher Erkrankungen zu sein. (…) Wird es, wenn das Rampenlicht erst einmal weitergezogen ist, ernsthafte und konzentrierte internationale Bemühungen geben, um die Ursachen und den Ursprung von grippeähnlichen Krankheiten und den Lebenszyklus ihrer Erreger zu verstehen?“

#74 Dr. Tom Jefferson (bmj.com (Blog / in Englisch) am 02.03.2020)
  • Verharmlosung durch Vergleich mit Grippe:
    • Siehe Eintrag #1 / #68.

„Dasselbe trifft auf alle anderen Aussagen in dieser Spiegel-Online-Meldung zu. Besonders hanebüchen ist die, im Jahr 2009 hätte das so genannte ‚Schweinegrippe‘-Virus, auch ‚H1N1‘ genannt, eine Pandemie mit weltweit 150.000 Toten ausgelöst. In Wahrheit nämlich wurde ‚die große Angst vor der ‚Schweinegrippe-Pandemie‘ medial inszeniert‘, wie Ulrich Keil, Professor für Epidemiologie und Sozialmedizin an der Uni Münster, jahrzehntlanger Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und bis 2002 Vorsitzender der Europäischen Region des Weltverbands der Epidemiologen IEA, zu recht konstatiert. ‚Das ist heute vergessen, da nach der ausgebliebenen Katastrophe hierzulande nicht aufgearbeitet wurde, welche Irrtümer bei der Bewertung der H1N1 Grippevirus-Infektion begangen wurden. Die Gefährlichkeit der ‚Schweinegrippe‘ wurde völlig überschätzt’“

#75 Prof. Dr. Ulrich Keil (Rubikon.News am 17.04.2020)
  • Verharmlosung der Gefahren des Corona-Virus durch Vergleich mit H1N1:
    • Die H1N1-Pandemie hat laut CDC sogar für 284.000 Sterbefälle weltweit gesorgt (Quelle) und ist selbst mit dieser fast doppelt so hohen Zahl (im Vergleich zu den von Keil genannten 150.000) nicht annähernd so tödlich wie das Corona-Virus (Stand 21.09.2020 gab es bereits 960.698 laborbestätigte(!) Todesfälle / Quelle).

„Nicht mehr als 10 Menschen werden in Israel an der neuartigen Coronavirus-Krankheit COVID19 sterben, sagte der Nobelpreisträger Michael Levitt am Mittwoch voraus, als die Regierung der Bevölkerung weiterhin zusätzliche Einschränkungen auferlegte. Levitt sagte, die Befürchtungen in Israel wegen des Coronavirus stünden in keinem Verhältnis zur Bedrohung, und die Zahl der Fälle im Land sei aufgrund von Abweichungen in der Berichterstattung ungewiss. ‚Ich wäre überrascht, wenn die Zahl der Todesfälle in Israel mehr als 10 betragen würde‘, sagte er und fügte hinzu, dass der jüdische Staat ‚bezüglich der Krankheit nicht auf der Weltkarte zu finden sei‘.“

#76 Prof. Dr. Michael Levitt (JPost (in Englisch) am 20.03.2020)
  • Es wird nicht mehr als 10 Todesfälle in Israel geben:
    • Im Vergleich zu anderen Ländern hat Israel bislang nur wenige Sterbefälle zu beklagen, gerade wegen des geringen Altersdurchschnitts. (Quelle / Vergleich Deutschland: Quelle).
    • 8 Tage nach Veröffentlichung des Artikels gab es in Israel bereits den zwölften Todesfall zu beklagen (Quelle). Stand Heute (21.09.2020) sind es bereits 1.256 (Quelle).

„Im derzeitigen Klima wird jeder, der einen positiven Test auf Covid-19 hat, dem klinischen Personal, das sich um ihn kümmert, sicherlich bekannt sein: Wenn einer dieser Patienten stirbt, muss das Personal die Bezeichnung Covid-19 auf dem Totenschein vermerken – im Gegensatz zur üblichen Praxis bei den meisten Infektionen dieser Art. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Covid-19, das den Tod verursacht, und Covid-19, das bei jemandem gefunden wird, der an anderen Ursachen gestorben ist. Wenn man Covid-19 meldepflichtig macht, könnte der Anschein erweckt werden, dass es immer mehr Todesfälle verursacht, ob das nun wahr ist oder nicht. Es könnte viel mehr den Anschein erwecken, dass es eher ein Killer ist als eine Grippe, einfach aufgrund der Art und Weise, wie die Todesfälle registriert werden.“

#77 Prof. Dr. Jon Lee (Spectator.co.uk (in Englisch) am 28.03.2020)
  • Unterschied an / mit Corona sterben:
    • Siehe #45.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).
  • Vergleich mit Grippe:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Es besteht kein signifikantes Risiko, sich beim Einkaufen mit der Krankheit anzustecken. Schwere Ausbrüche der Infektion waren immer eine Folge davon, dass Menschen über einen längeren Zeitraum näher beieinander waren, wie zum Beispiel bei den Après-Ski-Partys in Ischgl, Österreich. Er konnte auch keine Hinweise auf ‚lebende‘ Viren auf Oberflächen finden. ‚Als wir Proben von Türklinken, Telefonen oder Toiletten entnahmen, war es nicht möglich, das Virus auf der Grundlage dieser Abstriche im Labor zu kultivieren…’“

#78 Prof. Dr. Hendrik Streeck (RTL.lu (in Englisch) am 14.04.2020)
  • Kaum Risiko einer Ansteckung beim Einkaufen:
    • Durch die vielen Maßnahmen [Abstände, Einkaufswagenpflicht, Forcieren des bargeld- und kontaktlosen Bezahlens, Plexiglasscheiben (Quelle)] ist das Risiko einer Ansteckung sehr stark gesunken, weshalb es auch nur wenige Infektionsketten im öffentlichen Raum (Restaurants, ÖPNV, Supermarkt) gab (Quelle).
  • Kein Hinweis auf lebende Viren auf Oberflächen:
    • Selbst 3,5 Monate nach der Aussage sind sich Wissenschaftler nicht einig, wie lange Viren auf Oberflächen überleben (Quelle).

„Zunächst möchte ich sagen, dass ich in 30 Jahren der öffentlichen Gesundheitsmedizin noch nie so etwas gesehen habe, nicht einmal annähernd so etwas. Ich spreche nicht von der Pandemie, denn ich habe 30 davon gesehen, jedes Jahr eine. Sie heißt Influenza. Und andere Atemwegsviren, wir wissen nicht immer, was sie sind. Aber ich habe diese Reaktion noch nie gesehen, und ich versuche zu verstehen, warum. (…) Druck, der auf die Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens und die Verantwortlichen des öffentlichen Gesundheitswesens ausgeübt wird. Und dieser Druck kommt von verschiedenen Seiten. Der erste Ort, von dem er kam, war der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), als er sagte: ‚Dies ist eine ernste Bedrohung und ein Staatsfeind Nummer eins‘, ich habe noch nie gehört, dass ein Generaldirektor der WHO solche Ausdrücke verwendet.“

#79 Prof. Dr. Joel Kettner (Off-Guardian .org (in Englisch) am 17.03.2020)
  • Verharmlosung durch Vergleich mit Influenza:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.
  • Kritik am Wording der WHO.

„Überhaupt ist der derzeit verbreiteten Vorstellung entgegenzutreten, dass bei den notwendigen Abwägungsentscheidungen Gesundheit und Leben apriorisch höherrangig sind als andere Verfassungsgüter. Auch wenn es schwer fällt: Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG) steht unter einem einfachen Gesetzesvorbehalt. Im Interesse der persönlichen Freiheit zwingen wir niemanden, in die postmortale Organspende einzuwilligen, obwohl tagtäglich Menschen auf den Wartelisten sterben. Natürlich würden ein Tempolimit auf den Autobahnen und ein Überholverbot auf Landstraßen dazu führen, dass nicht jeden Tag neun Menschen auf Deutschlands Straßen sterben; wir machen es nicht, weil wir (hier m. E. absurderweise) die mobile Freiheit höher gewichten als den Lebensschutz.“

#80 Prof. Dr. Thorsten Kingreen (Verfassungsblog am 20.03.2020)
  • Abwägen persönliche Freiheit + Grundrecht auf Gesundheit:
    • Bereits aktuell greift der Staat ein und schränkt persönliche Freiheiten ein, um das Grundrecht auf Gesundheit/körperliche Unversehrtheit durchsetzen zu können, sei es durch bereits genannte Ampelsysteme, aber auch beispielsweise der Gurtpflicht, um beim Autovergleich zu bleiben.

„Der europäische ‚Mortalitäts-Monitor‘, an den wöchentlich alle Sterbefälle gemeldet werden, zeigt sogar momentan eine Untersterblichkeit an. Auch der befürchtete Ansturm auf die Krankenhäuser ist ausgeblieben. Es fehlen somit belastbare Daten, die die Schwere der Eingriffe rechtfertigen. (…) Dies ist zweifellos das größte Umverteilungsprogramm, das es je in Friedenszeiten gegeben hat. Profitieren werden Glückritter und Subventionsjäger, die in den grob gestrickten Gesetzen Lücken suchen. Profitieren werden auch Branchen wie Lieferdienste oder Medizingerätehersteller, denen man daraus keinen Vorwurf machen kann. Verlieren werden alle übrigen, insbesondere Transferempfänger und Steuerzahler. (…) Im Nachhinein müssen wir alle dafür aufkommen.“

#81 Prof. Dr. Stefan Homburg (Rundblick-Niedersachsen.de am 02.04.2020)
  • Kritik an fehlender Übersterblichkeit / Überlastung des Gesundheitssystems:
    • Präventionsparadox: Die Maßnahmen haben die Grippesaison vorzeitig beendet (Circa 1 Monat / Quelle) und die ungebremste Ausbreitung des Corona Virus verhindert.
    • Flatten the Curve“ war das Ziel, dieses wurde erreicht.
  • Kritik an den Folgen der Maßnahmen:
    • Steuerzahler (=Arbeitende Bevölkerung) wurden durch Kurzarbeitergeld sowie andere staatliche Zuschüsse unterstützt.
    • Jedes Land, ob mit oder ohne Maßnahmen, hat an wirtschaftlichen Schäden zu leiden (Quelle). Hier ist die Frage, wie hoch diese Schäden sind und wie viele Leben uns diese Schäden wert sind.

„Die CDC zählt sowohl echte COVID-19-Fälle als auch spekulative Vermutungen von COVID-19 gleich. Sie nennen es Tod durch COVID-19. Sie überschätzen automatisch die tatsächlichen Todeszahlen, wie sie selbst zugeben. Vor COVID-19 war es wahrscheinlicher, dass Menschen eine genaue Todesursache auf ihrem Totenschein vermerkt bekamen, wenn sie im Krankenhaus starben. Warum genauer, wenn ein Patient im Krankenhaus stirbt? Weil das Krankenhauspersonal über Laboratorien für physische Untersuchungsergebnisse, radiologische Studien usw. verfügt, um eine gute fundierte Vermutung anstellen zu können. Es wird geschätzt, dass 60 Prozent der Menschen im Krankenhaus sterben. Aber selbst [bei diesen] Todesfällen im Krankenhaus ist die Todesursache nicht immer klar, insbesondere bei jemandem mit mehreren Gesundheitszuständen, von denen jeder einzelne den Tod verursachen könnte.“

#82 Dr. Annie Bukacek (Zerohedge (in Englisch) am 10.04.2020)
  • Unterschied an/mit Covid-19 Infektion sterben:
    • Siehe #77.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).

„Der Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) und die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) fordern möglichst zahlreiche Obduktionen von Corona-Verstorbenen. Sie widersprechen damit der Empfehlung des Robert Koch Instituts, in diesen Fällen innere Leichenschauen zu vermeiden. Im Gegenteil sei es notwendig, weitere Erkenntnisse über die Erkrankung und deren oft erstaunlich fulminanten Verlauf zu gewinnen und offene Fragen zu beantworten. Im besten Fall ließen sich daraus weitere Therapieoptionen ableiten – darin bestehe der Wert der Obduktion für die Lebenden, so Prof. Dr. med. K.-F. Bürrig, Präsident des Bundesverbandes. Die Obduktion sei in hohem öffentlichem Interesse und sollte deshalb nicht vermieden, sondern im Gegenteil so häufig wie möglich durchgeführt werden.“

#83 Prof. Dr. med. K.-F. Bürrig (Pathologie.de am 07.04.2020)
  • Kritik an der Empfehlung des RKI bezüglich Obduktionen:
    • Das RKI hatte bereits kurze Zeit später aufgrund der Kritiken seine Meinung zu dem Thema geändert.
  • Keine Kritik am Corona-Virus oder den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

„Schon bei Ausbruch des Marburg-Virus, bei HIV, bei SARS, MERS und BSE haben Befunde aus der Pathologie und Neuropathologie geholfen, die klinischen Krankheitsbilder zu verstehen und haben damit auch therapeutische Konzepte beeinflusst. Dies muss auch für COVID-19 gelten. Dieses Anliegen hat auch Prof. Dr. T. Welte vom Deutschen Zentrum für Lungenforschung/DZL und Direktor der Klinik für Pneumologie und Infektionsmedizin der Med. Hochschule Hannover/MHH an die DGP gerichtet.“

#84 Prof. Dr. T. Welte (Pathologie.de am 07.04.2020)
  • Schließt sich Kritik aus Aussage #83 an (auch ist es die gleiche Quelle).

„An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen werde zudem gerade ein Register für COVID-19-Obduktionen im deutschsprachigen Raum eingerichtet, so der Vorsitzende der DGP, Prof. Dr. Gustavo Baretton. In Aachen werden die Obduktionsinformationen gesammelt. Die dezentrale Asservierung von Untersuchungsgewebe stellt sicher, dass es für Spezialuntersuchungen zur Verfügung steht. DGP und BDP planen einen schnellen Wissenstransfer nicht nur innerhalb des Fachs Pathologie, sondern gerade auch an Lungenfachärzte sowie Intensivmediziner, und ebenso an die zuständigen Behörden.“

#85 Prof. Dr. Gustavo Baretton
  • Gleiche Quelle der Aussage wie #83 und #84, jedoch nur eine allgemeine Information und keinerlei Kritik am RKI oder den Maßnahmen.

„Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die vom Virus ausgeht. Und der astronomische wirtschaftliche Schaden, der jetzt entsteht, ist der Gefahr, die von dem Virus ausgeht, nicht angemessen. Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird … (…) So sei bisher in Hamburg kein einziger nicht vorerkrankter Mensch an dem Virus verstorben. (…) Es gebe keinen Grund für Todesangst im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Krankheit hier in der Region Hamburg, sagt er““

#86 Prof. Dr. Klaus Püschel (MoPo am 06.04.2020)
  • Verharmlosung der Gefahr des Corona-Virus:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.
  • Wirtschaftliche Schäden seien „astronomisch“:
    • Siehe Eintrag #81.
    • Jedes Land, ob mit oder ohne Maßnahmen, hat an wirtschaftlichen Schäden zu leiden (Quelle). Hier ist die Frage, wie hoch diese Schäden sind und wie viele Leben uns diese Schäden wert sind.
  • Kein Peak in der Jahressterblichkeit:
    • Siehe #19.
    • Aufgrund der erfolgten Maßnahmen konnte die Grippesaison vorzeitig beendet werden (in KW12, siehe RKI).
    • Diese fehlende Übersterblichkeit gründet auf den Maßnahmen, so sieht es in den meisten(!) anderen Ländern nämlich komplett anders aus (siehe Vergleich auf EC.Europa.EU (Englisch)).
    • Wer die Maßnahmen aufgrund dieser Entwicklung kritisiert, unterliegt dem Präventionsparadox.
  • Nur vorerkrankte Menschen sterben an den Folgen einer Covid-19 Infektion:
    • Selbst mit Vorerkrankungen hätten die Menschen noch mehrere Jahre leben können. Dass ein Mensch Vorerkrankungen hat, bedeutet nicht, dass man innerhalb weniger Wochen oder auch Monate „eh gestorben wäre“ (Quelle).

„Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort sagte der Zeitung: „Keine der Zahlen, die wir kennen, rechtfertigt die Angst, die in Deutschland vor dem Virus geschürt wird. Er habe den Eindruck, dass die Angst sich allmählich verselbstständige, dass gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem Virus gar nicht mehr wahrgenommen würden.“

#87 Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort (Quelle nicht mehr verfügbar, da Link zu einem Liveticker)

„sagte der Staatsrechtler und ehemalige Bundesminister Rupert Scholz, Teile davon seien verfassungswidrig. ‚Die Situation, in der wir leben, hat einen notstandsähnlichen Charakter angenommen‘ (…) Eine Notstandsgesetzgebung gebe es jedoch nur für den Verteidigungsfall, nicht aber ein Virus wie Covid-19. Zudem müsse bei allen Gesetzen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Für Scholz ist das vor allem mit Blick auf die Schließung von Hotels und Restaurants nicht der Fall. Wer sein Restaurant ohne nachgewiesene Infektion schließen musste, hat laut Scholz Anspruch auf Entschädigung.“

#88 Prof. Dr. Rupert Scholz (Focus am 10.04.2020)
  • Maßnahmen verstoßen gegen die Verfassung:
    • Stand 21.09.2020 gab es kein Urteil seitens irgendeines Verfassungsgerichtes, dass die Maßnahmen gegen geltendes Recht verstoßen würden.

„Interessanterweise ist der in Wuhan vorherrschende Typ B nicht der ursprüngliche menschliche Virustyp. Aber auch in Wuhan kommt Typ A, also das ursprüngliche menschliche Virusgenom, durchaus vor. In dieser ersten Phase des Ausbruchs waren die A- und C-Typen in signifikanten Anteilen außerhalb Ostasiens zu finden – bei Betroffenen in Europa, Australien und Amerika. Im Gegensatz dazu ist der B-Typ der häufigste Typ in Ostasien. (…) So wurde beispielsweise zunächst angenommen, dass der erste norditalienische Infektionsfall („Patient Eins“) von einer bestimmten Wuhan-Kontaktperson aus seinem Bekanntenkreis infiziert worden war. Doch als diese Kontaktperson getestet wurde, stellte sich heraus, dass sie das Virus nicht hatte. Die Suche nach dem italienischen ‚Patienten Null‘ endete somit in einer Sackgasse“

#89 Dr. Michael Forster (UKSH.de am 09.04.2020)
  • Keine Bewertung des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Abseits des Coronavirus werden Kontroll- und Operationstermine verschoben, ‚Kollateralschäden‘ würden damit drohen. In Wien kommen weniger Patienten mit Herzinfarktsymptomen in die Spitäler. Bereits in der Vorwoche meldete die Kardiologische Gesellschaft rückläufige Herzinfarktzahlen. „Aber es kommen auch weniger Patienten mit diagnostizierter Herzschwäche. Diese sollten sich unbedingt melden, wenn sich ihr Zustand verschlechtert“, so der Kardiologe Thomas Stefenelli, Leiter der 1. Medizinischen Abteilung im Donauspital, gegenüber der APA.“

#90 Prof. Dr. Thomas Stefenelli (Wien.ORF.at am 15.04.2020)
  • Der fettgedruckte Teil gehört nicht zu den Aussagen von Dr. Thomas Stefenelli (Siehe Originalquelle), weshalb ihm die Kritik an den aufgeschobenen Operationen angedichtet wurde:
    • Es wurden knapp 2 Monate nach dem Artikel bereits >1.800 der ~2.000 verschobenen Operationen nachgeholt (Quelle).
  • Stefenelli kritisiert, dass Menschen aufgrund der Pandemie seltener zum Arzt gehen und appelliert an diese Personen, sich zu melden.
  • Keine Kritik an den Maßnahmen und auch keine Wertung der Gefahr des Corona-Virus.

„‚Wir sind überrascht, dass für Italien, einem der am frühesten und stärksten betroffenen EU-Länder, trotz der hervorragenden Forschenden bisher nur eine Handvoll italienischer Fälle in der globalen COVID-19-Falldatenbank GISAID gemeldet wurden‘, fügt Prof. Andre Franke hinzu.“

#91 Prof. Dr. rer. nat. Andre Franke (UKSH am 09.04.2020 – gleiche Quelle wie #89)
  • Keine Kritik an den Pandemiemaßnahmen und keine Wertung des Corona-Virus.

„‚Andauernde Gefühle von Unsicherheit, Angst und Isolation erzeugen Stress und sind ein Risikofaktor für Gesunde ‚(…) ‚Ehemalige schwer betroffene Corona-Patienten, Ärzten und Pflegekräfte sind in und nach der Krise möglicherweise traumatisiert.‘ (…) ‚In den Therapien arbeiten wir daran, dass Patienten aktiv ihre Tagesstruktur gestalten und unter Menschen gehen‘, sagt Hauth. In der Coronakrise sind viele Patienten nun isoliert und fühlen sich einsam. Ein weiteres Problem ist, dass viele Versorgungsangebote entfallen.“

#92 Dr. Iris Hauth (Rundschau-Online am 26.03.2020)
  • Kritik an Maßnahmen, da Menschen, die isoliert sind, sich dabei einsam fühlen imd aicj Versorgungsangebote entfallen sind:
    • Berechtigte Kritik.

„Zweifach interessant wird es, wo es um die mutmaßliche Immunität von Menschen geht, die bereits eine Infektion überstanden haben. Das verbindet Gates mit dem Thema Lockerung der Reisebeschränkungen, indem er sagt: ‚Schlussendlich werden wir ein Zertifikat für die brauchen, die entweder genesen oder geimpft sind, weil wir nicht wollen, dass Menschen beliebig durch die Welt reisen, in der es Länder gibt, die es (das Virus) leider nicht unter Kontrolle haben. Man will diesen Menschen nicht die Möglichkeit komplett nehmen, zu reisen und zurückzukommen.‘ Und dann kommt der doppelt interessante Satz: ‚Deshalb wird es schließlich eine Art digitalen Immunitätsbeleg geben, der die globale Öffnung der Grenzen ermöglichen wird.’“

#93 Dr. Norbert Häring (Rubikon.News am 14.04.2020)
  • Kritik an Äußerungen einer Privatperson (Bill Gates):
    • Keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus und keine Kritik an den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Können die Menschen in diesem Lande nicht begreifen, daß sie verführt werden durch Menschen ohne jegliche Qualifikation? Wieler ist Tiermediziner, ohne Ausbildung in den Grundzügen der Infektiologie. Oder Spahn, Bankkaufmann ohne Ahnung von Krankheit und deren Entstehung, geschweige denn von Leben und Tod? Von Drosten will ich nicht reden: Er hat in seinem Leben bestimmt kaum leidende Patienten gesehen oder behandelt. Und diese Menschen bestimmen, was wir dürfen und nicht dürfen? Und bedrohen uns, so daß jeder Wiederspruch zur Straftat wird? Ich bin fassungslos. Deutschland wird 85 Jahre zurückgeworfen.“

#94 Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (Nachrichtenspiegel (Kommentar) am 16.04.2020)
  • Spricht Verantwortlichen während der Pandemie Kompetenz ab:
    • Wieler (Chef RKI) ist Tierarzt:
      • Wieler ist seit 30 Jahren Tierarzt und Mikrobiologe, forscht an Krankheitserregern und multiresistenten Keimen und an Infektionskrankheiten (Quelle 1Quelle 2Quelle 3).
    • Spahn (Gesundheitsminister) ist Bankkaufmann:
      • So wie auch Gröhe und Bahr zuvor, muss der Gesundheitsminister kein ausgebildeter Mediziner sein – dafür gibt es Experten.
    • Drosten hat keine praktische Erfahrung:
      • Virologen werden dadurch definiert, sich mit Viren auszukennen und mit ihnen zu beschäftigen. Dies sollte auch Bhakdi wissen, da er – abgesehen von einer kurzen Beschäftigung als Assistenz eines Internisten – den Großteil seines Lebens an Universitäten und Instituten tätig war.
    • Polemisch behauptet er, Deutschland würde dadurch wieder im Jahr 1935 sein.

„Für den Epidemiologen Prof. Alexander Kekulé (61), bekannt aus ‚Kekulés CoronaKompass‚ (MDR), ist die Sache klar. ‚Wir können nicht auf einen Impfstoff warten und für weitere sechs bis zwölf Monate im Lockdown-Modus leben. Wenn wir das tun würden, würde unsere Gesellschaft und unsere Kultur zerstört‘, sagte er im britischen ‚The Telegraph‚.“

#95 Prof. Dr. rer. nat. Alexander S. Kekulé (Express.de am 13.04.2020)
  • Der „Lockdown“ dürfe keine weiteren sechs bis zwölf Monate andauern:
  • Ansonsten keine Wertung über die Gefahren des Corona-Virus oder der Notwendigkeit der Maßnahmen zu dem Zeitpunkt.

„‚Daten zeigen, dass massive Wirtschaftseinbrüche ebenfalls Menschenleben in großer Zahl kosten – die Weltwirtschaftkrise 2009 etwa eine halbe Million weltweit‘, sagte der Philosoph. Es sei also gefährlich, Krisen wie die gegenwärtige möglichst zu strecken, um Infektionszahlen zu verlangsamen. ‚Das geht nicht, das können wir nicht machen‘, betonte er.“

#96 Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin (Augsburger-Allgemeine am 09.04.2020)
  • Maßnahmen würden ebenfalls große Opferzahlen fordern.
    • Hintergrund: Bei der Krise 2009 sind viele Menschen an Krebs gestorben, da sie sich durch Jobverlust (oder Einschnitte im Gesundheitswesen) keine Behandlung leisten konnten (Quelle). Diese Situation ist auf Deutschland nicht anwendbar, da man in Deutschland auch ohne Arbeitsverhältnis medizinisch versorgt wird.
    • Alleine in Deutschland müssten >1.000.000 Menschen sterben, um eine Herdenimmunität ohne Impfstoff erreichen zu können (siehe eigene Berechnungen).

„Der Journalist von Ouest France erzählt die Geschichte einer Videokonferenz in Anwesenheit eines Psychiaters. ‚Plötzlich, mitten in der Videokonferenz, in der mehrere hundert Notärzte zusammenkommen, wie unter einer kalten Dusche. Eisig, sogar. Das Ereignis geriet nicht in die Schlagzeilen und erreichte nicht einmal die Ärzte des französischen CHU.‘ ‚Wir hatten eine Krankenschwester, die sich die Kehle durchschnitt. In absoluter Notlage hospitalisiert. Sie dachte, sie habe ihren Mann, der Hustenanfälle hatte, angesteckt.‘ Pierre Vidhailhet, Psychiater an der Universitätsklinik Straßburg (Bas-Rhin), flüsterte diese Worte“

#97 Prof. Dr. Pierre Vidailhet (Midilibre.fr (in Französisch) am 09.04.2020)
  • Bericht über einen Suizid aufgrund der Pandemie.
    • Diese Meldung weist im Gegenteil darauf hin, wie gefährlich das Corona-Virus ist, wenn eine Krankenschwester, die die Folgen der Pandemie tagtäglich erlebt hat, sich voller Schuldgefühle die Kehle durchschneidet.
    • Bezüglich Suizidrate innerhalb der Pandemie (vor allem aufgrund der Maßnahmen) gab es Ende Mai einen Artikel, der keine Auffälligkeiten feststellen konnte (Vergleich Eintrag #14 – Quelle).

„Am Stockholmer Karolinska Krankenhaus ist die Situation in der CoronaIntensivstation deutlich ruhiger geworden, so Oberarzt David Konrad gegenüber dem öffentlich rechtlichen TV SVT. Immer mehr Patienten würden derzeit aus der Klinik entlassen, sagt er. Und von den vor allem Alten und Schwerkranken, die mit lebensgefährlichen Symptomen eingeliefert wurden, hätten deutlich über 80 Prozent überlebt. 177 Intensivstationskrankenplätze waren am Wochenende frei für neue Patienten. «Es gibt viele freie Plätze in den Intensivstationen in allen Stockholmer Krankenhäusern», so der Oberarzt. Derzeit kümmert er sich noch um 127 Corona-Patienten. Täglich kommen nur um die «sechs bis zwölf» Patienten mit schwereren Symptomen, hinzu. «Wir nähern uns der Abflachung der Erkrankungskurve», sagt Konrad.“

#98 Dr. David Konrad (Blog auf WordPress.com (PDF Download) am 14.04.2020)
  • Der „Schwedenweg“ sei erfolgreich gewesen.
    • >80% der „Alten und Schwerkranken“, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, hätten überlebt. Da viele ältere Menschen gar nicht erst in Krankenhäuser eingeliefert wurden, sagt dieser Wert nur wenig aus (siehe Quelle).
    • Schweden zählt die meisten Toten seit 150 Jahren (Quelle).
    • Der Staatsepidemiologe, der diesen Weg initiierte, bereute Anfang Juni aufgrund der vielen Toten in Altersheimen diesen Weg (Quelle).

„215 schwangere Frauen (…) wurden bei der Aufnahme auf Symptome von Covid-19 untersucht. Vier Frauen (1,9%) hatten bei der Aufnahme Fieber oder andere Symptome von Covid-19, und alle vier Frauen wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet (Abbildung 1). Von den 211 Frauen ohne Symptome waren alle bei der Aufnahme fieberfrei. Von 210 der 211 Frauen (99,5%), die keine Symptome von Covid-19 aufwiesen, wurden Nasen-Rachen-Abstriche entnommen; von diesen Frauen waren 29 (13,7%) positiv für SARS-CoV-2. Somit wiesen 29 der 33 Patienten, die bei der Aufnahme positiv für SARS-CoV-2 waren (87,9%), bei der Präsentation keine Symptome von Covid-19 auf.“

#99 Dr. Desmond Sutton, Dr. Karin Fuchs, Dr. Mary D’Alton, Dr. Dena Goffman (nejm.org (in Englisch) am 13.04.2020)
  • Eine hohe Zahl asymptomatischer Fälle aufgrund von Erkenntnissen bei einer größeren Gruppe schwangerer Personen.
    • Frauen und Kinder leiden generell weniger an kritischen Symptomen und sterben nicht so häufig wie Männer (siehe Quelle 1Quelle 2 und Quelle 3).
    • Dadurch lässt sich keine allgemeine Aussage über die Gefahren des Corona-Virus treffen.

„Diese Schutzmaßnahmen könnten uns gefährden. Man sollte keine Angst vor Herdenimmunität haben. (…) Wenn wir über die Schließung der Wirtschaft für eine Woche sprechen, bedeutet dies, dass wir mit diesem Geld ein schickes Krankenhaus bauen könnten, und was bedeutet es, dass wir dieses Krankenhaus nicht eröffnen können? Selbst in den trockenen und vorsichtigen Zahlen schätze ich, dass zwischen 2.000 und 4.000 Menschen im Land an der Krankheit sterben werden.“

#100 Prof. Dr. Dan Yamin (Ynet.co.il (in Hebräisch) am 14.04.2020)
  • Pro Herdenimmunität.
  • Schätzt 2.000 bis 4.000 Todesfälle.
    • Israel kam aufgrund des geringen Altersdurchschnitts bislang deutlich besser durch die Krise als andere Staaten (Quelle (in Englisch)).
    • Stand 21.09.2020 sind 1.273 Menschen gestorben (Quelle).

„Ab der sechsten Woche war der Anstieg der Patientenzahl moderat und erreichte in der sechsten Woche mit 700 Patienten pro Tag seinen Höhepunkt. Seitdem ist sie rückläufig, und heute gibt es nur noch 300 neue Patienten. In zwei Wochen wird sie Null erreichen und es wird keine neuen Patienten mehr geben (…) So ist es auf der ganzen Welt. Sowohl in Ländern, in denen sie Schritte zur Schliessung unternommen haben, wie Italien, als auch in Ländern, in denen es keine Schliessungen gab, wie Taiwan oder Singapur. In diesen und jenen Ländern gibt es einen Anstieg bis zur vierten bis sechsten Woche, und unmittelbar danach eine Mäßigung, bis es in der achten Woche verschwindet“

#101 Prof. Dr. Isaac Ben-Israel (IsraelNationalNews (in Englisch) am 13.04.2020)
  • Corona-Pandemie wird Ende April (weltweit) enden.
    • Weder in Israel, noch auf der Welt, hat sich die Lage seit Ende April beruhigt.
    • Während am 30.04.2020 weltweit 236.559 Menschen gestorben sind, waren dies am 21.09.2020 bereits 963.693 Menschen (Quelle).
    • Israel befindet sich aktuell in einer zweiten Welle. Bis Ende April haben 222 Menschen ihr Leben verloren. Am 21.09.2020 waren es fast sechs Mal so viele: 1.273 (Quelle).

„Was sich jedoch auf Deutschland schon übertragen lässt, ist die Sterblichkeitsrate unter den Menschen mit Coronavirus CoV-2-Infektionen: Unsere Ergebnisse erlauben eine recht gute Abschätzung der Letalität in der Größenordnung von 0,37 Prozent. Diese konnten wir mit einer repräsentativen Stichprobe gut ermitteln. Auch der Wissenschaftler Christian Drosten sagte im ‚heute journal‘, dass dieser Wert ihn nicht überrascht.“

#102 Prof. Dr. Hendrik Streeck (Tagesspiegel am 12.04.2020)
  • Sterberate liegt bei 0,37%:
    • Bereits drei Monate später kam man auf eine Sterberate i.H.v. 0,7% bzw. 1,3% (Quelle).
    • Siehe Beitrag „Sterberate„.

„‚Ich gehe davon aus, dass zu diesen Themen noch viele Rechtsstreitigkeiten vor den Verwaltungsgerichten ausgetragen werden.‘ Es gebe große Zweifel, ‚dass die Regelungen bestimmt genug formuliert sind‘. Das fördere den Verdacht der Willkür. Für die Justiz sei die Situation in jedem Fall vollkommen neu.“

#103 RA Lea Voigt (Focus am 10.04.2020)
  • Vermutet, dass Maßnahmen rechtswidrig (willkürlich) seien:
    • Siehe Beitrag #46 & #88.
    • Bis Heute (Stand 22.09.2020) hat kein Gericht diese Behauptung bestätigt.

„Denn was aufgebauscht wird, sind seltene Einzelfälle, und zum Teil auch nur Hinweise, welche bei genauerer Betrachtung gar kein Problem darstellen. So wurden auch Fälle als «Zweitinfektionen» berichtet, bei denen es nach Abheilung einer Covid-19 Erkrankung noch einmal zum Nachweis vom Virus mittels PCR kam, aber ohne dass die Personen wieder Symptome aufwiesen. Daher lohnt es sich, wenn man sich zunächst einmal an der «normalen Biologie» orientiert. Und diese ist eindeutig: Gegen Virusinfektionen – insbesondere auch gegen Beta-Coronaviren, zu denen das SARS-CoV-2 gehört – bilden wir neutralisierende Antikörper und somit eine Immunität. (…) Nach allem was wir heute wissen, dürfen wir davon ausgehen, dass eine Infektion mit Covid-19 eine normale Antikörperantwort mit neutralisierenden Antikörpern und einer vernünftigen Immunität hinterlässt.“

#104 Prof. Dr. med. Pietro Vernazza (Infekt.ch am 13.04.2020)
  • Verharmlosung des Virus:
    • Umschreibung, dass Menschen auch ohne Covid-19 Erkrankung verstorben wären, wird durch Übersterblichkeit in Europa widerlegt (Quelle).
  • Immunität durch Durchseuchung:

„Das absolute Risiko, an COVID-19 zu sterben, lag zwischen 1,7 pro Million für Menschen unter 65 Jahren in Deutschland und 79 pro Million in New York City. Das absolute Risiko, an COVID-19 zu sterben, lag für Menschen im Alter von ≥80 Jahren zwischen etwa 1 zu 6.000 in Deutschland und 1 zu 420 in Spanien. Das Sterberisiko für COVID-19 bei Menschen unter 65 Jahren während der Zeit, in der die Epidemie tödlich verlief, entsprach dem Sterberisiko bei einer Fahrleistung zwischen 9 Meilen pro Tag (Deutschland) und 415 Meilen pro Tag (New York City). Nur 0,3%, 0,7% und 1,8% aller COVID-19-Todesfälle in den Niederlanden, Italien und New York City entfielen auf Menschen unter 65 Jahren, die keine prädisponierenden Grunderkrankungen hatten.“

#105 Prof. Dr. John Ioannidis (medrxiv.org (in Englisch) am 08.04.2020)
  • Verharmlosung der Gefahr des Corona-Virus:
    • Generell niedrige Sterberate:
    • Großteil der Verstorbenen hatte Vorerkrankungen:
      • Vorerkrankungen sind kein Todesurteil (Quelle).

„Die Bevölkerungsprävalenz von SARS-CoV-2-Antikörpern im Bezirk Santa Clara deutet darauf hin, dass die Infektion viel weiter verbreitet ist, als die Zahl der bestätigten Fälle vermuten lässt. Schätzungen der Bevölkerungsprävalenz können nun zur Kalibrierung von Epidemie- und Mortalitätsprognosen verwendet werden.“

#106 Prof. Dr. Eran Bendavid (medrxiv.org (in Englisch) am 17.04.2020)
  • Vermutung, dass die Dunkelziffer „viel“ höher sei:
    • Keine genaue Angabe, wie viel höher die tatsächlichen Zahlen sind/sein könnten.
    • Im Beitrag „Sterberate“ wurden bislang (Stand 22.09.2020) die Dunkelziffern von Stockholm, Bad Feilnbach sowie Italien zur weiteren Berechnung von Mortalitätsprognosen herangezogen.
  • Durch die ungenaue Angabe ist dies weder eine Wertung über die Gefahren des Corona-Virus, noch über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.

„Vor allem in Deutschland ist kein Krankenhaus überfordert (…) Dann sage ich, die Epidemie ist vorbei. (…) Seit mindestens drei Tagen* fällt die Zahl der Neuinfizierten in Europa (…) Um Immunität zu bekommen, ist der schnellste Weg, Kinder einander anstecken zu lassen und das ist, wie man die Älteren davor beschützt, infiziert zu werden (…) Maßnahmen haben die Situation verschlimmert (…) Öffnet die Schulen! Es gibt keinen und gab nie einen Grund, die Schulen zu schließen.“

(*Interview vom 8.4.)

#107 Prof. Dr. Knut Wittkowski (Youtube am 08.04.2020)
  • Krankenhäuser in Deutschland sind nicht überfordert:
  • Die Epidemie ist vorbei:
    • Erst von Mai bis August gab es in Europa die wenigsten Tote je Tag (~300 bis 400). Allerdings sterben noch immer täglich Menschen, auch fünf Monate später ist die Pandemie(!) nicht vorbei (Quelle).
  • Seit drei Tagen fallende Neuinfektionen in Europa:
    • Neuinfektionen in Europa am 05.04.2020: 36.689.
    • Neuinfektionen in Europa am 06.04.2020: 28.672.
    • Neuinfektionen in Europa am 07.04.2020: 31.809.
    • Erst am 01.09.2020 wurde der bisherige niedrigste Stand in Europa erreicht (9.688) (Quelle für alle vier Angaben).
  • Forderung Herdenimmunität durch Durchseuchung:
  • Maßnahmen haben die Situation verschlimmert:
    • Es ist nicht ersichtlich, welche Situation genau gemeint ist.

„Solche Apps werden ja derzeit auf europäischer Ebene diskutiert. Und das zeigt schön die Problematik auf, die wir bereits angesprochen haben, vom Übergang in die neue Realität: die Frage, wie es nach dem Lockdown auf längere Sicht weitergehen soll. Und wie das dann alles mit unseren Grundrechten vereinbar ist. Da wird es schnell viel problematischer, als es heute schon ist. Und eine derartige App ist in der Tat hoch problematisch. Denn damit könnte man 24-StundenBewegungsprofile von Personen erstellen. Somit wäre zwar die Rückverfolgbarkeit der Ansteckungskette wohl möglich. Gleichzeitig hätten Sie faktisch dasselbe Ergebnis, wie wenn Sie uns alle rund um die Uhr observierten. Bei derart schwerwiegenden Grundrechtseingriffen ist es Aufgabe des Staates, nach Methoden zu suchen, die vielleicht etwas weniger effektiv sind, aber dafür die Privatsphäre des Einzelnen viel weniger beeinträchtigen“

#108 Prof. Dr. Markus Schefer (Republik.ch am 17.04.2020)
  • Kritik an der Corona-App bezüglich Dauerüberwachung:
    • Mit der Corona-Warn-App sind keine Bewegungsprofile anlegbar, dies bestätigt unter anderem der IT-Dienstleister TÜV Informationstechnik (Quelle).
    • Zum Zeitpunkt der Aussage sowie Veröffentlichung des Artikels auf Rubikon.News war noch eine zentral speichernde App geplant. Dieser Plan wurde erst am 26.04.2020 verworfen.

„Das Coronavirus gefährdet global die Gesundheit der Menschen – und bringt das komplette Leben ins Trudeln. Professor Ulrich Keil, Epidemiologe von der Universität Münster und ehemaliger Berater der WHO, vergleicht die jetzige Epidemie mit anderen Seuchen. Er ruft zu mehr Gelassenheit auf. (…) ist in diesen Tagen in schwerer Sorge.“

#109 Prof. Dr. Ulrich Keil (MuensterscheZeitung.de am 02.04.2020)
  • Keil ruft zu Gelassenheit auf:
    • Keine Wertung des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Corona zeigt: Die digitalen Plattformen mögen wichtig sein, die Realität aber wird nach wie von den Leitmedien gesetzt. Die Macht liegt bei denen, die es schaffen, ihre Version der Wirklichkeit in der Tagesschau zu platzieren, in der Süddeutschen Zeitung, im Spiegel, in der Zeit, in der BildZeitung. Wir haben gesehen, was passiert, wenn die Pressemitteilungen der Regierung zur Medienrealität werden, die großen Leitartikler mit den Politikern heulen und ihre kleinen Gefolgsleute jeden Abweichler im Netz als Verschwörer und Gesundheitsfeind brandmarken. Zustimmungsraten wie in Nordkorea.“

#110 Prof. Dr. Michael Meyen (Rubikon.News am 17,04.2020)
  • Vergleich der Medienlandschaft in Deutschland mit der in Nordkorea:
    • Es sind keine Belege oder Quellen für diese Behauptung vorhanden.
  • Keine Wertung des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Auf der Grundlage öffentlicher und veröffentlichter Informationen schätzen wir, dass das gesamte symptomatische Todesfallrisiko (die Wahrscheinlichkeit, nach der Entwicklung von Symptomen zu sterben) von COVID-19 in Wuhan bei 1,4% (0,9-2,1%) lag, was wesentlich niedriger ist als sowohl das entsprechende rohe oder naive bestätigte Todesfallrisiko (2.169/48.557 = 4,5%) als auch der Approximator1 der Todesfälle/Todesfälle + Genesungen (2.169/2.169 + 17.572 = 11%) zum 29. Februar 2020.“

#111 Prof. Dr. Tsz Kei Joseph Wu (et al) (Nature.com (in Englisch) am 19.03.2020)
  • Schätzung, dass die Sterberate bei 1,4% (0,9 bis 2,1%) liegt:
    • Ohne eine genaue Anzahl der Dunkelziffer aller infizierten Personen, lässt sich keine Sterberate ermitteln. Seither gab es mehrere Studien in Schweden, Bad Feilnbach sowie Italien bezüglich dieser Dunkelziffer. Siehe dazu den Artikel „Sterberate„.

„Ein wissenschaftlich fundierter Diskurs aller relevanten Medizingesellschaften mittel z. B. ad Hoc Kommission hat nicht stattgefunden. Stattdessen wurden Virologen zu Medienstars und Beratern der Politik, die nun den Krieg gegen Corona (Präsident Macron) oder drakonische Maßnahmen auch fur Demokratien ausrufen. (…) Immunologisch sind sich jedoch weite Teile der medizinischen Fachgesellschaften einig, bedarf es einer Herdenimmunisierung durch Infektion oder Impfung, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. (…) Getrieben durch die Medien erleben wird eine Eskalationsstufe nach der anderen und stehen nunmehr vor der Einschränkung demokratisch verbriefter Grundrechte, ohne den demokratischen Gesellschaftsprozess eines diskursiven Dialoges auch nur annähernd zu fuhren.“

#112 Professor Dr. med. Harald Matthes (Zeitpunkt.ch am 02.04.2020)
  • Forderung von Herdenimmunität drch Impfung oder Infektion:
    • Selbst ein halbes Jahr später ist kein Impfstoff auf dem Markt, daher bleibt nur der Weg über eine Durchseuchung. Dies hat die Mehrheit der „medizinischen Fachgesellschaften“ jedoch nie gefordert. Nur wenige Länder sind diesen Weg gegangen.
    • Siehe Beitrag „Herdenimmunität“ sowie diesen ausführlichen Spiegel-Artikel.

Aussage #113 ist eine exakte Kopie (Aussage, Autor und Quelle) von Aussage #94.

„Obduktionen an COVID-19-verstorbenen Patienten sind nicht gefährlicher als andere infektiöse Verstorbene, zum Beispiel Tuberkulose- oder HIV- oder Hepathitis-C-Infizierte. (…) Natürlich hat die Obduktion einen ganz wesentlichen Beitrag zu leisten – wie sie sagen – die richtige Todesursache zu klären. Ob man an COVID verstorben ist oder mit COVID. Es geht auch darum, dieses neue Krankheitsbild besser zu verstehen.“

#114 Prof. Dr. Gustavo Baretton (Youtube am 09.04.2020)
  • Unterschied mit/an Covid-19 sterben:
    • Siehe #77.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).

„Die Pandemiepsychose eröffnet die Möglichkeit für die Herstellung einer neuen totalitären Weltordnung zur Rettung der Menschheit. Dass es größere Interessen gibt, einen Massenwahn zu erzeugen oder auch nur zu nutzen, das wird sofort als ‚Verschwörungstheorie‘ abgestraft. (…) Die Virusangst muss nur längere Zeit geschürt werden, zum Beispiel durch Virusmutation oder ’neue‘ Viren, sodass praktisch alle Notstandsgesetze fortdauern müssen. Mit der Infektions- und Todesangst werden jeder Protest und auch alle Gegenbeweise im Keime erstickt und alle schwerwiegenden Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Insolvenz, Verarmung, soziale Not, schwere psychische und psychosoziale Erkrankungen, Gewalt, werden den Viren angelastet. Die politischen und ökonomischen Verhältnisse und Ursachen bleiben unangetastet.“

#115 Dr. Hans-Joachim Maaz (Rubikon.News am 18.04.2020)
  • Durch Pandemie entsteht eine neue totalitäre Weltordnung:
    • Es sind keine Belege oder sonstigen Quellen vorhanden, die diese Behauptung stützen.
  • Verharmlosung der Gefahren des Corona-Virus:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Bis heute steht ein großer Teil der hektisch freigeräumten Intensivbetten in Kliniken leer. Es hat sich herumgesprochen, dass die ersten Prognosen einer ungebremsten exponentiellen Verbreitung des angeblich ganz neuen Coronavirus weit übertrieben waren. Entwarnung liegt in der Luft, begleitet von Ermahnungen, die Kontaktsperre und Vereinzelungen nicht zu schnell aufzugeben. Aber haben sie wirklich dazu beigetragen, eine medizinische Katastrophe zu vermeiden? Weitgehend unbeachtete Daten des Robert Koch-Instituts legen nahe, dass der Trend schon vor den härtesten Gegenmaßnahmen wie Schulschließungen und Versammlungsverboten umgekehrt war. Und dass SARS-CoV-2 nur eine Teilrolle bei den in den Fokus genommenen Krankheiten hat — wie jedes Jahr die unterschiedlichen Viren zur Grippesaison.“

#116 Dr. Johannes Wollbold (Rubikon.News am 15.04.2020)
  • Kritik, dass das Gesundheitssystem nicht ausge-/überlastet ist:
  • Verharmlosung des Corona-Virus inklusive „an/mit Covid-19 sterben“ sowie Vergleich mit Influenza:
    • Siehe Eintrag #1 & #45.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Wir hätten niemals den Stoppknopf drücken sollen. Kommentatoren und Montagstrainer müssen die Taschenlampe ausschalten: Der dänische Gesundheitsdienst hat die Kontrolle über die Situation. Und die totale Abschaltung war ein Schritt zu weit.“

#117 Prof. Dr. Jens Otto Lunde Jørgensen (Jyllands-Posten.dk (in Dänisch) am 14.04.2020)
  • Kritik an den Pandemiemaßnahmen:
    • Bereits acht Tage zuvor wurden weitreichende Lockerungen angekündigt und zum 15.04.2020 bereits umgesetzt (Quelle (in Dänisch)).
    • Dänemark kam durch die Maßnahmen ähnlich gut durch die Pandemie wie Deutschland, auch während der intensivsten Phase (siehe hier und hier).

„Einige der Wasserträger der neuen Weltregierung haben sich schon verplappert: Eine Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen würde voraussetzen, dass es eine Impfung oder ein Medikament gegen ‚Covid-19‘ gibt. Die Tatsache, dass die große Mehrzahl der Betroffenen entweder gar nicht krank wird oder die Krankheit ohne jede Therapie bewältigt, entlarvt die Bedrohlichkeit dieser Ansage.“

#118 Dr. Gerd Reuther (Rubikon.News am 13.04.2020)
  • Erwähnung einer neuen Weltregierung:
    • Es existiert keine Weltregierung / ohne Belege, Quellen o.ä.
  • Mehrheit der Betroffenen sei nicht krank oder bewältige die Krankheit ohne Therapie:
    • Auch wenn „nur“ 14% der Betroffenen einen schweren sowie 5% einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen und somit nicht die Mehrheit, ist dies ein erschreckend hoher Anteil. Ohne Maßnahmen gäbe es eine unkontrollierte Ausbreitung und somit mehrere 100.000 Personen, die einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen.

„Die Epidemie bringt eine zweite, nicht minder beunruhigende Tatsache zum Vorschein: Der Ausnahmezustand, auf den uns die Regierungen seit geraumer Zeit einstimmen, ist zu unserem Normalzustand geworden. Es kam in der Vergangenheit zu schlimmeren Epidemien als der heutigen, aber niemand hatte jemals daran gedacht, deshalb einen Notstand wie den jetzigen auszurufen, der uns sogar daran hindert, uns frei zu bewegen. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, unter Bedingungen einer ständigen Krise und eines ständigen Notstands zu leben. Dabei scheinen sie nicht zu bemerken, dass sich ihr Leben auf eine rein biologische Funktion reduziert hat und nicht nur jeder sozialen oder politischen, sondern auch menschlichen oder affektiven Dimension verlustig gegangen ist. Eine Gesellschaft, die im ständigen Ausnahmezustand lebt, kann keine freie Gesellschaft sein.“

#119 Prof. Dr. Giorgio Agamben (NZZ.ch am 18.03.2020)
  • Es gab in der Vergangenheit schlimmere Epidemien als die Corona-„Epidemie“:
    • 20. Jahrhundert:
      • 1918 – 1920: Spanische Grippe – bis zu 50 Mio Tote.
      • 1957 – 1958: Asiatische Grippe – bis zu 2 Mio Tote.
      • 1968 – 1970: Hongkong Grippe -bis zu 1 Mio Tote.
    • 21. Jahrhundert:
      • 2017 – 2018: Grippewelle – bis zu 650.000 Tote.
    • Das Corona-Virus forderte allein in den ersten neun Monaten in diesem Jahr bereits über 970.000 Tote (Stand 23.09.2020).
    • Seit über 50 Jahren gab es keinen Virus, der sich innerhalb so kurzer Zeit über den kompletten Globus verbreitete und dabei so viele Menschenleben forderte.
    • Wichtig: Die oben genannten Zahlen sind hochgerechnet, einzig die Toten in Verbindung mit Covid-19 sind ausschließlich laborbestätigt.
  • Beschreibt Maßnahmen und Zustand, als würden Menschen ausschließlich für die Fortpflanzung existieren:
    • Zum Zeitpunkt der Aussage gab es lediglich Geschäftsschließungen sowie Einreisestopps (Quelle).
    • Selbst anschließend gab es keine Maßnahmen, die soziale/politische Kontakte verboten haben.

„Nach einer neuen Studie des RKI ist diese Reproduktionszahl, die sie nannten, die angibt, wie viele neue Personen ein Infizierter ansteckt… ist vor dem Lockdown auf unter 1 gefallen. (…) Wenn man sich die Graphik anschaut, dann sieht man (…) am 20. März ungefähr sinkt sie unter 1. Drei Tage später dann erst kam der Lockdown. Das war der 23. März. Und wenn man jetzt weiter schaut, dann sieht man, die Kurve bleibt mit kleineren Schwankungen so unter 1. Es ist nicht so, dass nach dem Lockdown die Kurve weiter runtergeht. Man kann deshalb zweierlei daraus schließen: 1. Der Lockdown war nicht nötig, weil er [Reproduktionsfaktor, Reproduktionszahl] schon unter 1 war, und 2. war der Lockdown auch nicht wirksam, weil er [Reproduktionsfaktor, Reproduktionszahl] durch den Lockdown nicht weiter gefallen ist.“

#120 Prof. Dr. Stefan Homburg (Youtube am 17.04.2020)
  • Der „Lockdown“ war nicht nötig, da die Reproduktionszahl bereits (seit 3 Tagen) unter „1“ gefallen ist.
    • Am 20.03.2020 lag sie noch bei über 1% (Quelle).
    • Der „Lockdown“ kam nicht am 23.03.2020, es gab keinen „Lockdown“:
      • Einreisestopp, Schließung zahlreicher Geschäfte sowie Reisewarnungen gab es am 18.03.2020
      • Kontaktbeschränkungen (keine Verbote) gab es ab dem 23.03.2020 (Quelle).

„Es ist wichtig, dass die Ärzte gehört werden. Aber offensichtlich gibt es da Situationen (…) wo aber den Ärzten im Spital und den offiziellen Funktionen ein Maulkorb verpasst worden ist“

#121 Dr. Stephan Rietiker (Youtube am 08.04.2020)
  • Ärztinnen und Ärzte dürfen nicht über die Situationen sprechen (Maulkorb):
    • Allein in dieser Liste sind Aussagen von Ärztinnen und Ärzten zu finden, was diese Behauptung widerlegt.
    • Es sind keine Belege / Quellen für diese Behauptung vorhanden.
  • Weiterhin keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung

„Das psychologische Prinzip, das uns Angst vor der Schweinegrippe, der Vogelgrippe oder COVID19, aber nicht vor der gewöhnlichen Grippe macht, heißt Angst vor dem Risiko der Angst. Es ist leicht, Angst vor Episoden zu schüren, bei denen viele Menschen innerhalb eines kurzen Intervalls sterben, wie z.B. Flugzeugabstürze oder Epidemien. (…) Als sich zum Beispiel die Schweinegrippe ausbreitete, folgten viele Regierungen dem Rat der Weltgesundheitsorganisation und horteten Tamiflu, ein Medikament, das zum Schutz vor den schweren Folgen der Grippe auf den Markt gebracht wurde. Dennoch hatten viele Expertenberater der WHO finanzielle Verbindungen zu Arzneimittelherstellern, und es gibt immer noch keinen Beweis dafür, dass Tamiflu wirksam ist.“

#122 Prof. Dr. Gerd Gigerenzer (Project-Syndicate.org (in Englisch) am 12.03.2020)
  • „Angst vor dem Risiko der Angst“: Wenn viele Menschen innerhalb eines kurzen Zeitraums sterben, schürt dies die Angst bei Menschen:
    • Hierzu kein Widerspruch, da es etwas Natürliches ist, vor dem Tod Angst zu haben, vor allem, wenn innerhalb kürzester Zeit überproportional viele Menschen sterben.
  • Kein Beweis, dass Tamiflu während der Schweinegrippe eine Wirkung hatte:
    • Tamiflu hat Sterberate in Krankenhäusern halbiert (Quelle).
  • Keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Suizide, gesellschaftliche Wut und juristische Klagen – Epidemien wie die von SARS (2003 in China und Kanada) und Ebola (2014 in Westafrika) verdeutlichten bereits, was eine Quarantäne bei den betroffenen Menschen auslösen kann. Die potenziellen Vorteile einer solchen verpflichtenden Massenisolierung müssen deshalb sorgfältig gegen die psychologischen Nachteile abgewogen werden, betonen Dr. Samantha K. Brooks vom Londoner King’s College und Kollegen.“

#123 Dr. Samantha K. Brooks (Medical-Tribune.de am 28.03.2020)
  • Allgemeine Kritik an Folgen durch Maßnahmen (gegen SARS 2003 und Ebola 2014):
    • Ende Mai wurde aufgezeigt, dass sich die Suizidrate nicht erhöht hat (Quelle).
    • Juristische Klagen sind ein legitimes und nicht zu kritisierendes Werkzeug innerhalb einer Demokratie.
  • Die Folgen der Maßnahmen müssen gegen deren Vorteile abgewogen werden:
    • Genau dies wurde in Deutschland gemacht. Je stärker sich das Virus verbreitet (hat), desto intensiver waren/sind die Maßnahmen.
  • Keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„‚Wir erwarten von der Bundeskanzlerin, die drastisch zurückgestellten Klinikbehandlungen wieder aufnehmen zu dürfen.‘ (…) Gaß betont: ‚Es drohen Menschen zu sterben, weil sie wegen Corona nicht rechtzeitig behandelt werden.‘ Es gibt Belegungsrückgänge in den Kliniken von 30 Prozent. Gaß: ‚Wir haben 150.000 freie Krankenhausbetten und rund 10.000 freie Intensivbetten.‘ (…) In Berlin sind nur 68 ITS-Betten mit Corona-Patienten belegt, 60 davon werden beatmet. Dem stehen 341 leere ITS-Betten gegenüber. Gaß: ‚Die Berliner Notklinik mit 1000 Betten in den Messehallen wird aktuell nicht gebraucht.’“

#124 Dr. Gerald Gaß (BZ-Berlin.de am 17.04.2020)
  • Kritik an der Maßnahme der verschobenen Behandlungen:
    • Schäden entstanden vor allem aus der Angst der Menschen, sich bei Symptomen nicht zu melden – aus Angst vor einer Ansteckung. Ärztinnen und Ärzte haben jedoch appelliert, dass sich jeder mit Symptomen meldet. Akute und dringliche Operationen wurden jeder Zeit durchgeführt (Ausführliche Quelle zur Situation Mitte Mai).
  • Geringe Auslastung des Gesundheitssystems (freie Krankenhausbetten und Intensivbetten)
    • Dies ist ein Präventionsparadox, da wir die vielen Kapazitäten durch den Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen erreichen konnten. Deutschland hat gelernt, um Situationen wie in Italien zu vermeiden.

„Hat SARS-CoV-2 die ganze Welt zum Narren gehalten? (…) Ein IFR-Wert von 0,1%, was wahrscheinlich eine konservative Zahl ist, deutet darauf hin, dass alle bereits infiziert sind. Dies impliziert, dass SARS-CoV-2 sich rasch ausbreitete, bevor sich fast jeder dessen bewusst war. Es ist daher wahrscheinlich, dass das Virus über die Luft übertragbar ist. Ich fordere die Welt eindringlich auf, schnell und geordnet von der Abriegelung wegzukommen und vernünftige Ansätze zur Bekämpfung der Krankheit zu entwickeln, ohne weiteres wirtschaftliches Elend zu verursachen. Es mag schwierig sein, dies zu tun, aber die Heilung ist derzeit viel schlimmer als die Krankheit.“

#125 Prof. Dr. Mikko Paunio (LockdownSceptics.org (Blog in Englisch) am 16.04.2020)
  • (Bezieht sich in seinem Bericht explizit auf New York) Dort wurde bereits die Herdenimmunität hergestellt:
    • In New York infizieren sich seit Juni täglich noch immer zwischen 390 bis 900 Personen. Es gab seit Beginn der Pandemie nicht einen Tag ohne Corona-Toten in New York (Quelle). Bei einer Herdenimmunität hätten die Neuinfektionen gegen 0 tendieren müssen.
  • Sterberate liegt bei 0,1%:
    • In New York City sind 23.780 (Stand 24.09.2020) der 8.336.817 Einwohner (Quelle) verstorben. Bei einer Durchseuchung i.H.v. 100% wären dies bereits 0,28%. Da sich weiterhin Hunderte Personen täglich anstecken (Quelle), ist New York City noch weit entfernt von einer 100%igen oder gar 60%igen Durchseuchung.

„Ich denke, was wir sehen, ist ein Tsunami einer gewöhnlichen milden Krankheit, der über Europa fegt und manche Länder tun dies und manche Länder tun das und manche Länder tun das nicht und am Ende wird es nur sehr kleine Unterschiede geben (…) Die meisten Menschen, die es bekommen, werden noch nicht einmal merken, dass sie infiziert sind.“

#126 Prof. Dr. Johan Giesecke (Youtube am 17.04.2020)
  • Es wird nur sehr kleine Unterschiede in den verschiedenen Ländern geben:
    • In Belgien (859) sind (relativ) gesehen doppelt so viele Menschen gestorben wie in den Niederlanden (370), mehr als 7x so viele wie in Deutschland (113) und mehr als 17x so viele wie in Norwegen (49). Alle Zahlen sind Tote je 1.000.000 Einwohner (Quelle).

Von Admin

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