Kommen wir zum sechsten und somit letzten Teil der Analyse der „120 Expertenstimmen“ zum Thema Corona (hier die Teile einszweidrei, vier und fünf).

Im Anschluss wird es noch einen weiteren Beitrag geben mit einer Auswertung der Aussagen sowie der Personen, die diese Aussagen getätigt haben.

„Was sich jedoch auf Deutschland schon übertragen lässt, ist die Sterblichkeitsrate unter den Menschen mit Coronavirus CoV-2-Infektionen: Unsere Ergebnisse erlauben eine recht gute Abschätzung der Letalität in der Größenordnung von 0,37 Prozent. Diese konnten wir mit einer repräsentativen Stichprobe gut ermitteln. Auch der Wissenschaftler Christian Drosten sagte im ‚heute journal‘, dass dieser Wert ihn nicht überrascht.“

#102 Prof. Dr. Hendrik Streeck (Tagesspiegel am 12.04.2020)
  • Sterberate liegt bei 0,37%:
    • Bereits drei Monate später kam man auf eine Sterberate i.H.v. 0,7% bzw. 1,3% (Quelle).
    • Siehe Beitrag „Sterberate„.

„‚Ich gehe davon aus, dass zu diesen Themen noch viele Rechtsstreitigkeiten vor den Verwaltungsgerichten ausgetragen werden.‘ Es gebe große Zweifel, ‚dass die Regelungen bestimmt genug formuliert sind‘. Das fördere den Verdacht der Willkür. Für die Justiz sei die Situation in jedem Fall vollkommen neu.“

#103 RA Lea Voigt (Focus am 10.04.2020)
  • Vermutet, dass Maßnahmen rechtswidrig (willkürlich) seien:
    • Siehe Beitrag #46 & #88.
    • Bis Heute (Stand 22.09.2020) hat kein Gericht diese Behauptung bestätigt.

„Denn was aufgebauscht wird, sind seltene Einzelfälle, und zum Teil auch nur Hinweise, welche bei genauerer Betrachtung gar kein Problem darstellen. So wurden auch Fälle als «Zweitinfektionen» berichtet, bei denen es nach Abheilung einer Covid-19 Erkrankung noch einmal zum Nachweis vom Virus mittels PCR kam, aber ohne dass die Personen wieder Symptome aufwiesen. Daher lohnt es sich, wenn man sich zunächst einmal an der «normalen Biologie» orientiert. Und diese ist eindeutig: Gegen Virusinfektionen – insbesondere auch gegen Beta-Coronaviren, zu denen das SARS-CoV-2 gehört – bilden wir neutralisierende Antikörper und somit eine Immunität. (…) Nach allem was wir heute wissen, dürfen wir davon ausgehen, dass eine Infektion mit Covid-19 eine normale Antikörperantwort mit neutralisierenden Antikörpern und einer vernünftigen Immunität hinterlässt.“

#104 Prof. Dr. med. Pietro Vernazza (Infekt.ch am 13.04.2020)
  • Verharmlosung des Virus:
    • Umschreibung, dass Menschen auch ohne Covid-19 Erkrankung verstorben wären, wird durch Übersterblichkeit in Europa widerlegt (Quelle).
  • Immunität durch Durchseuchung:

„Das absolute Risiko, an COVID-19 zu sterben, lag zwischen 1,7 pro Million für Menschen unter 65 Jahren in Deutschland und 79 pro Million in New York City. Das absolute Risiko, an COVID-19 zu sterben, lag für Menschen im Alter von ≥80 Jahren zwischen etwa 1 zu 6.000 in Deutschland und 1 zu 420 in Spanien. Das Sterberisiko für COVID-19 bei Menschen unter 65 Jahren während der Zeit, in der die Epidemie tödlich verlief, entsprach dem Sterberisiko bei einer Fahrleistung zwischen 9 Meilen pro Tag (Deutschland) und 415 Meilen pro Tag (New York City). Nur 0,3%, 0,7% und 1,8% aller COVID-19-Todesfälle in den Niederlanden, Italien und New York City entfielen auf Menschen unter 65 Jahren, die keine prädisponierenden Grunderkrankungen hatten.“

#105 Prof. Dr. John Ioannidis (medrxiv.org (in Englisch) am 08.04.2020)
  • Verharmlosung der Gefahr des Corona-Virus:
    • Generell niedrige Sterberate:
    • Großteil der Verstorbenen hatte Vorerkrankungen:
      • Vorerkrankungen sind kein Todesurteil (Quelle).

„Die Bevölkerungsprävalenz von SARS-CoV-2-Antikörpern im Bezirk Santa Clara deutet darauf hin, dass die Infektion viel weiter verbreitet ist, als die Zahl der bestätigten Fälle vermuten lässt. Schätzungen der Bevölkerungsprävalenz können nun zur Kalibrierung von Epidemie- und Mortalitätsprognosen verwendet werden.“

#106 Prof. Dr. Eran Bendavid (medrxiv.org (in Englisch) am 17.04.2020)
  • Vermutung, dass die Dunkelziffer „viel“ höher sei:
    • Keine genaue Angabe, wie viel höher die tatsächlichen Zahlen sind/sein könnten.
    • Im Beitrag „Sterberate“ wurden bislang (Stand 22.09.2020) die Dunkelziffern von Stockholm, Bad Feilnbach sowie Italien zur weiteren Berechnung von Mortalitätsprognosen herangezogen.
  • Durch die ungenaue Angabe ist dies weder eine Wertung über die Gefahren des Corona-Virus, noch über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.

„Vor allem in Deutschland ist kein Krankenhaus überfordert (…) Dann sage ich, die Epidemie ist vorbei. (…) Seit mindestens drei Tagen* fällt die Zahl der Neuinfizierten in Europa (…) Um Immunität zu bekommen, ist der schnellste Weg, Kinder einander anstecken zu lassen und das ist, wie man die Älteren davor beschützt, infiziert zu werden (…) Maßnahmen haben die Situation verschlimmert (…) Öffnet die Schulen! Es gibt keinen und gab nie einen Grund, die Schulen zu schließen.“

(*Interview vom 8.4.)

#107 Prof. Dr. Knut Wittkowski (Youtube am 08.04.2020)
  • Krankenhäuser in Deutschland sind nicht überfordert:
  • Die Epidemie ist vorbei:
    • Erst von Mai bis August gab es in Europa die wenigsten Tote je Tag (~300 bis 400). Allerdings sterben noch immer täglich Menschen, auch fünf Monate später ist die Pandemie(!) nicht vorbei (Quelle).
  • Seit drei Tagen fallende Neuinfektionen in Europa:
    • Neuinfektionen in Europa am 05.04.2020: 36.689.
    • Neuinfektionen in Europa am 06.04.2020: 28.672.
    • Neuinfektionen in Europa am 07.04.2020: 31.809.
    • Erst am 01.09.2020 wurde der bisherige niedrigste Stand in Europa erreicht (9.688) (Quelle für alle vier Angaben).
  • Forderung Herdenimmunität durch Durchseuchung:
  • Maßnahmen haben die Situation verschlimmert:
    • Es ist nicht ersichtlich, welche Situation genau gemeint ist.

„Solche Apps werden ja derzeit auf europäischer Ebene diskutiert. Und das zeigt schön die Problematik auf, die wir bereits angesprochen haben, vom Übergang in die neue Realität: die Frage, wie es nach dem Lockdown auf längere Sicht weitergehen soll. Und wie das dann alles mit unseren Grundrechten vereinbar ist. Da wird es schnell viel problematischer, als es heute schon ist. Und eine derartige App ist in der Tat hoch problematisch. Denn damit könnte man 24-StundenBewegungsprofile von Personen erstellen. Somit wäre zwar die Rückverfolgbarkeit der Ansteckungskette wohl möglich. Gleichzeitig hätten Sie faktisch dasselbe Ergebnis, wie wenn Sie uns alle rund um die Uhr observierten. Bei derart schwerwiegenden Grundrechtseingriffen ist es Aufgabe des Staates, nach Methoden zu suchen, die vielleicht etwas weniger effektiv sind, aber dafür die Privatsphäre des Einzelnen viel weniger beeinträchtigen“

#108 Prof. Dr. Markus Schefer (Republik.ch am 17.04.2020)
  • Kritik an der Corona-App bezüglich Dauerüberwachung:
    • Mit der Corona-Warn-App sind keine Bewegungsprofile anlegbar, dies bestätigt unter anderem der IT-Dienstleister TÜV Informationstechnik (Quelle).
    • Zum Zeitpunkt der Aussage sowie Veröffentlichung des Artikels auf Rubikon.News war noch eine zentral speichernde App geplant. Dieser Plan wurde erst am 26.04.2020 verworfen.

„Das Coronavirus gefährdet global die Gesundheit der Menschen – und bringt das komplette Leben ins Trudeln. Professor Ulrich Keil, Epidemiologe von der Universität Münster und ehemaliger Berater der WHO, vergleicht die jetzige Epidemie mit anderen Seuchen. Er ruft zu mehr Gelassenheit auf. (…) ist in diesen Tagen in schwerer Sorge.“

#109 Prof. Dr. Ulrich Keil (MuensterscheZeitung.de am 02.04.2020)
  • Keil ruft zu Gelassenheit auf:
    • Keine Wertung des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Corona zeigt: Die digitalen Plattformen mögen wichtig sein, die Realität aber wird nach wie von den Leitmedien gesetzt. Die Macht liegt bei denen, die es schaffen, ihre Version der Wirklichkeit in der Tagesschau zu platzieren, in der Süddeutschen Zeitung, im Spiegel, in der Zeit, in der BildZeitung. Wir haben gesehen, was passiert, wenn die Pressemitteilungen der Regierung zur Medienrealität werden, die großen Leitartikler mit den Politikern heulen und ihre kleinen Gefolgsleute jeden Abweichler im Netz als Verschwörer und Gesundheitsfeind brandmarken. Zustimmungsraten wie in Nordkorea.“

#110 Prof. Dr. Michael Meyen (Rubikon.News am 17,04.2020)
  • Vergleich der Medienlandschaft in Deutschland mit der in Nordkorea:
    • Es sind keine Belege oder Quellen für diese Behauptung vorhanden.
  • Keine Wertung des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Auf der Grundlage öffentlicher und veröffentlichter Informationen schätzen wir, dass das gesamte symptomatische Todesfallrisiko (die Wahrscheinlichkeit, nach der Entwicklung von Symptomen zu sterben) von COVID-19 in Wuhan bei 1,4% (0,9-2,1%) lag, was wesentlich niedriger ist als sowohl das entsprechende rohe oder naive bestätigte Todesfallrisiko (2.169/48.557 = 4,5%) als auch der Approximator1 der Todesfälle/Todesfälle + Genesungen (2.169/2.169 + 17.572 = 11%) zum 29. Februar 2020.“

#111 Prof. Dr. Tsz Kei Joseph Wu (et al) (Nature.com (in Englisch) am 19.03.2020)
  • Schätzung, dass die Sterberate bei 1,4% (0,9 bis 2,1%) liegt:
    • Ohne eine genaue Anzahl der Dunkelziffer aller infizierten Personen, lässt sich keine Sterberate ermitteln. Seither gab es mehrere Studien in Schweden, Bad Feilnbach sowie Italien bezüglich dieser Dunkelziffer. Siehe dazu den Artikel „Sterberate„.

„Ein wissenschaftlich fundierter Diskurs aller relevanten Medizingesellschaften mittel z. B. ad Hoc Kommission hat nicht stattgefunden. Stattdessen wurden Virologen zu Medienstars und Beratern der Politik, die nun den Krieg gegen Corona (Präsident Macron) oder drakonische Maßnahmen auch fur Demokratien ausrufen. (…) Immunologisch sind sich jedoch weite Teile der medizinischen Fachgesellschaften einig, bedarf es einer Herdenimmunisierung durch Infektion oder Impfung, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. (…) Getrieben durch die Medien erleben wird eine Eskalationsstufe nach der anderen und stehen nunmehr vor der Einschränkung demokratisch verbriefter Grundrechte, ohne den demokratischen Gesellschaftsprozess eines diskursiven Dialoges auch nur annähernd zu fuhren.“

#112 Professor Dr. med. Harald Matthes (Zeitpunkt.ch am 02.04.2020)
  • Forderung von Herdenimmunität drch Impfung oder Infektion:
    • Selbst ein halbes Jahr später ist kein Impfstoff auf dem Markt, daher bleibt nur der Weg über eine Durchseuchung. Dies hat die Mehrheit der „medizinischen Fachgesellschaften“ jedoch nie gefordert. Nur wenige Länder sind diesen Weg gegangen.
    • Siehe Beitrag „Herdenimmunität“ sowie diesen ausführlichen Spiegel-Artikel.

Aussage #113 ist eine exakte Kopie (Aussage, Autor und Quelle) von Aussage #94.

„Obduktionen an COVID-19-verstorbenen Patienten sind nicht gefährlicher als andere infektiöse Verstorbene, zum Beispiel Tuberkulose- oder HIV- oder Hepathitis-C-Infizierte. (…) Natürlich hat die Obduktion einen ganz wesentlichen Beitrag zu leisten – wie sie sagen – die richtige Todesursache zu klären. Ob man an COVID verstorben ist oder mit COVID. Es geht auch darum, dieses neue Krankheitsbild besser zu verstehen.“

#114 Prof. Dr. Gustavo Baretton (Youtube am 09.04.2020)
  • Unterschied mit/an Covid-19 sterben:
    • Siehe #77.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).

„Die Pandemiepsychose eröffnet die Möglichkeit für die Herstellung einer neuen totalitären Weltordnung zur Rettung der Menschheit. Dass es größere Interessen gibt, einen Massenwahn zu erzeugen oder auch nur zu nutzen, das wird sofort als ‚Verschwörungstheorie‘ abgestraft. (…) Die Virusangst muss nur längere Zeit geschürt werden, zum Beispiel durch Virusmutation oder ’neue‘ Viren, sodass praktisch alle Notstandsgesetze fortdauern müssen. Mit der Infektions- und Todesangst werden jeder Protest und auch alle Gegenbeweise im Keime erstickt und alle schwerwiegenden Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Insolvenz, Verarmung, soziale Not, schwere psychische und psychosoziale Erkrankungen, Gewalt, werden den Viren angelastet. Die politischen und ökonomischen Verhältnisse und Ursachen bleiben unangetastet.“

#115 Dr. Hans-Joachim Maaz (Rubikon.News am 18.04.2020)
  • Durch Pandemie entsteht eine neue totalitäre Weltordnung:
    • Es sind keine Belege oder sonstigen Quellen vorhanden, die diese Behauptung stützen.
  • Verharmlosung der Gefahren des Corona-Virus:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Bis heute steht ein großer Teil der hektisch freigeräumten Intensivbetten in Kliniken leer. Es hat sich herumgesprochen, dass die ersten Prognosen einer ungebremsten exponentiellen Verbreitung des angeblich ganz neuen Coronavirus weit übertrieben waren. Entwarnung liegt in der Luft, begleitet von Ermahnungen, die Kontaktsperre und Vereinzelungen nicht zu schnell aufzugeben. Aber haben sie wirklich dazu beigetragen, eine medizinische Katastrophe zu vermeiden? Weitgehend unbeachtete Daten des Robert Koch-Instituts legen nahe, dass der Trend schon vor den härtesten Gegenmaßnahmen wie Schulschließungen und Versammlungsverboten umgekehrt war. Und dass SARS-CoV-2 nur eine Teilrolle bei den in den Fokus genommenen Krankheiten hat — wie jedes Jahr die unterschiedlichen Viren zur Grippesaison.“

#116 Dr. Johannes Wollbold (Rubikon.News am 15.04.2020)
  • Kritik, dass das Gesundheitssystem nicht ausge-/überlastet ist:
  • Verharmlosung des Corona-Virus inklusive „an/mit Covid-19 sterben“ sowie Vergleich mit Influenza:
    • Siehe Eintrag #1 & #45.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.

„Wir hätten niemals den Stoppknopf drücken sollen. Kommentatoren und Montagstrainer müssen die Taschenlampe ausschalten: Der dänische Gesundheitsdienst hat die Kontrolle über die Situation. Und die totale Abschaltung war ein Schritt zu weit.“

#117 Prof. Dr. Jens Otto Lunde Jørgensen (Jyllands-Posten.dk (in Dänisch) am 14.04.2020)
  • Kritik an den Pandemiemaßnahmen:
    • Bereits acht Tage zuvor wurden weitreichende Lockerungen angekündigt und zum 15.04.2020 bereits umgesetzt (Quelle (in Dänisch)).
    • Dänemark kam durch die Maßnahmen ähnlich gut durch die Pandemie wie Deutschland, auch während der intensivsten Phase (siehe hier und hier).

„Einige der Wasserträger der neuen Weltregierung haben sich schon verplappert: Eine Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen würde voraussetzen, dass es eine Impfung oder ein Medikament gegen ‚Covid-19‘ gibt. Die Tatsache, dass die große Mehrzahl der Betroffenen entweder gar nicht krank wird oder die Krankheit ohne jede Therapie bewältigt, entlarvt die Bedrohlichkeit dieser Ansage.“

#118 Dr. Gerd Reuther (Rubikon.News am 13.04.2020)
  • Erwähnung einer neuen Weltregierung:
    • Es existiert keine Weltregierung / ohne Belege, Quellen o.ä.
  • Mehrheit der Betroffenen sei nicht krank oder bewältige die Krankheit ohne Therapie:
    • Auch wenn „nur“ 14% der Betroffenen einen schweren sowie 5% einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen und somit nicht die Mehrheit, ist dies ein erschreckend hoher Anteil. Ohne Maßnahmen gäbe es eine unkontrollierte Ausbreitung und somit mehrere 100.000 Personen, die einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen.

„Die Epidemie bringt eine zweite, nicht minder beunruhigende Tatsache zum Vorschein: Der Ausnahmezustand, auf den uns die Regierungen seit geraumer Zeit einstimmen, ist zu unserem Normalzustand geworden. Es kam in der Vergangenheit zu schlimmeren Epidemien als der heutigen, aber niemand hatte jemals daran gedacht, deshalb einen Notstand wie den jetzigen auszurufen, der uns sogar daran hindert, uns frei zu bewegen. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, unter Bedingungen einer ständigen Krise und eines ständigen Notstands zu leben. Dabei scheinen sie nicht zu bemerken, dass sich ihr Leben auf eine rein biologische Funktion reduziert hat und nicht nur jeder sozialen oder politischen, sondern auch menschlichen oder affektiven Dimension verlustig gegangen ist. Eine Gesellschaft, die im ständigen Ausnahmezustand lebt, kann keine freie Gesellschaft sein.“

#119 Prof. Dr. Giorgio Agamben (NZZ.ch am 18.03.2020)
  • Es gab in der Vergangenheit schlimmere Epidemien als die Corona-„Epidemie“:
    • 20. Jahrhundert:
      • 1918 – 1920: Spanische Grippe – bis zu 50 Mio Tote.
      • 1957 – 1958: Asiatische Grippe – bis zu 2 Mio Tote.
      • 1968 – 1970: Hongkong Grippe -bis zu 1 Mio Tote.
    • 21. Jahrhundert:
      • 2017 – 2018: Grippewelle – bis zu 650.000 Tote.
    • Das Corona-Virus forderte allein in den ersten neun Monaten in diesem Jahr bereits über 970.000 Tote (Stand 23.09.2020).
    • Seit über 50 Jahren gab es keinen Virus, der sich innerhalb so kurzer Zeit über den kompletten Globus verbreitete und dabei so viele Menschenleben forderte.
    • Wichtig: Die oben genannten Zahlen sind hochgerechnet, einzig die Toten in Verbindung mit Covid-19 sind ausschließlich laborbestätigt.
  • Beschreibt Maßnahmen und Zustand, als würden Menschen ausschließlich für die Fortpflanzung existieren:
    • Zum Zeitpunkt der Aussage gab es lediglich Geschäftsschließungen sowie Einreisestopps (Quelle).
    • Selbst anschließend gab es keine Maßnahmen, die soziale/politische Kontakte verboten haben.

„Nach einer neuen Studie des RKI ist diese Reproduktionszahl, die sie nannten, die angibt, wie viele neue Personen ein Infizierter ansteckt… ist vor dem Lockdown auf unter 1 gefallen. (…) Wenn man sich die Graphik anschaut, dann sieht man (…) am 20. März ungefähr sinkt sie unter 1. Drei Tage später dann erst kam der Lockdown. Das war der 23. März. Und wenn man jetzt weiter schaut, dann sieht man, die Kurve bleibt mit kleineren Schwankungen so unter 1. Es ist nicht so, dass nach dem Lockdown die Kurve weiter runtergeht. Man kann deshalb zweierlei daraus schließen: 1. Der Lockdown war nicht nötig, weil er [Reproduktionsfaktor, Reproduktionszahl] schon unter 1 war, und 2. war der Lockdown auch nicht wirksam, weil er [Reproduktionsfaktor, Reproduktionszahl] durch den Lockdown nicht weiter gefallen ist.“

#120 Prof. Dr. Stefan Homburg (Youtube am 17.04.2020)
  • Der „Lockdown“ war nicht nötig, da die Reproduktionszahl bereits (seit 3 Tagen) unter „1“ gefallen ist.
    • Am 20.03.2020 lag sie noch bei über 1% (Quelle).
    • Der „Lockdown“ kam nicht am 23.03.2020, es gab keinen „Lockdown“:
      • Einreisestopp, Schließung zahlreicher Geschäfte sowie Reisewarnungen gab es am 18.03.2020
      • Kontaktbeschränkungen (keine Verbote) gab es ab dem 23.03.2020 (Quelle).

„Es ist wichtig, dass die Ärzte gehört werden. Aber offensichtlich gibt es da Situationen (…) wo aber den Ärzten im Spital und den offiziellen Funktionen ein Maulkorb verpasst worden ist“

#121 Dr. Stephan Rietiker (Youtube am 08.04.2020)
  • Ärztinnen und Ärzte dürfen nicht über die Situationen sprechen (Maulkorb):
    • Allein in dieser Liste sind Aussagen von Ärztinnen und Ärzten zu finden, was diese Behauptung widerlegt.
    • Es sind keine Belege / Quellen für diese Behauptung vorhanden.
  • Weiterhin keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung

„Das psychologische Prinzip, das uns Angst vor der Schweinegrippe, der Vogelgrippe oder COVID19, aber nicht vor der gewöhnlichen Grippe macht, heißt Angst vor dem Risiko der Angst. Es ist leicht, Angst vor Episoden zu schüren, bei denen viele Menschen innerhalb eines kurzen Intervalls sterben, wie z.B. Flugzeugabstürze oder Epidemien. (…) Als sich zum Beispiel die Schweinegrippe ausbreitete, folgten viele Regierungen dem Rat der Weltgesundheitsorganisation und horteten Tamiflu, ein Medikament, das zum Schutz vor den schweren Folgen der Grippe auf den Markt gebracht wurde. Dennoch hatten viele Expertenberater der WHO finanzielle Verbindungen zu Arzneimittelherstellern, und es gibt immer noch keinen Beweis dafür, dass Tamiflu wirksam ist.“

#122 Prof. Dr. Gerd Gigerenzer (Project-Syndicate.org (in Englisch) am 12.03.2020)
  • „Angst vor dem Risiko der Angst“: Wenn viele Menschen innerhalb eines kurzen Zeitraums sterben, schürt dies die Angst bei Menschen:
    • Hierzu kein Widerspruch, da es etwas Natürliches ist, vor dem Tod Angst zu haben, vor allem, wenn innerhalb kürzester Zeit überproportional viele Menschen sterben.
  • Kein Beweis, dass Tamiflu während der Schweinegrippe eine Wirkung hatte:
    • Tamiflu hat Sterberate in Krankenhäusern halbiert (Quelle).
  • Keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Suizide, gesellschaftliche Wut und juristische Klagen – Epidemien wie die von SARS (2003 in China und Kanada) und Ebola (2014 in Westafrika) verdeutlichten bereits, was eine Quarantäne bei den betroffenen Menschen auslösen kann. Die potenziellen Vorteile einer solchen verpflichtenden Massenisolierung müssen deshalb sorgfältig gegen die psychologischen Nachteile abgewogen werden, betonen Dr. Samantha K. Brooks vom Londoner King’s College und Kollegen.“

#123 Dr. Samantha K. Brooks (Medical-Tribune.de am 28.03.2020)
  • Allgemeine Kritik an Folgen durch Maßnahmen (gegen SARS 2003 und Ebola 2014):
    • Ende Mai wurde aufgezeigt, dass sich die Suizidrate nicht erhöht hat (Quelle).
    • Juristische Klagen sind ein legitimes und nicht zu kritisierendes Werkzeug innerhalb einer Demokratie.
  • Die Folgen der Maßnahmen müssen gegen deren Vorteile abgewogen werden:
    • Genau dies wurde in Deutschland gemacht. Je stärker sich das Virus verbreitet (hat), desto intensiver waren/sind die Maßnahmen.
  • Keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„‚Wir erwarten von der Bundeskanzlerin, die drastisch zurückgestellten Klinikbehandlungen wieder aufnehmen zu dürfen.‘ (…) Gaß betont: ‚Es drohen Menschen zu sterben, weil sie wegen Corona nicht rechtzeitig behandelt werden.‘ Es gibt Belegungsrückgänge in den Kliniken von 30 Prozent. Gaß: ‚Wir haben 150.000 freie Krankenhausbetten und rund 10.000 freie Intensivbetten.‘ (…) In Berlin sind nur 68 ITS-Betten mit Corona-Patienten belegt, 60 davon werden beatmet. Dem stehen 341 leere ITS-Betten gegenüber. Gaß: ‚Die Berliner Notklinik mit 1000 Betten in den Messehallen wird aktuell nicht gebraucht.'“

#124 Dr. Gerald Gaß (BZ-Berlin.de am 17.04.2020)
  • Kritik an der Maßnahme der verschobenen Behandlungen:
    • Schäden entstanden vor allem aus der Angst der Menschen, sich bei Symptomen nicht zu melden – aus Angst vor einer Ansteckung. Ärztinnen und Ärzte haben jedoch appelliert, dass sich jeder mit Symptomen meldet. Akute und dringliche Operationen wurden jeder Zeit durchgeführt (Ausführliche Quelle zur Situation Mitte Mai).
  • Geringe Auslastung des Gesundheitssystems (freie Krankenhausbetten und Intensivbetten)
    • Dies ist ein Präventionsparadox, da wir die vielen Kapazitäten durch den Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen erreichen konnten. Deutschland hat gelernt, um Situationen wie in Italien zu vermeiden.

„Hat SARS-CoV-2 die ganze Welt zum Narren gehalten? (…) Ein IFR-Wert von 0,1%, was wahrscheinlich eine konservative Zahl ist, deutet darauf hin, dass alle bereits infiziert sind. Dies impliziert, dass SARS-CoV-2 sich rasch ausbreitete, bevor sich fast jeder dessen bewusst war. Es ist daher wahrscheinlich, dass das Virus über die Luft übertragbar ist. Ich fordere die Welt eindringlich auf, schnell und geordnet von der Abriegelung wegzukommen und vernünftige Ansätze zur Bekämpfung der Krankheit zu entwickeln, ohne weiteres wirtschaftliches Elend zu verursachen. Es mag schwierig sein, dies zu tun, aber die Heilung ist derzeit viel schlimmer als die Krankheit.“

#125 Prof. Dr. Mikko Paunio (LockdownSceptics.org (Blog in Englisch) am 16.04.2020)
  • (Bezieht sich in seinem Bericht explizit auf New York) Dort wurde bereits die Herdenimmunität hergestellt:
    • In New York infizieren sich seit Juni täglich noch immer zwischen 390 bis 900 Personen. Es gab seit Beginn der Pandemie nicht einen Tag ohne Corona-Toten in New York (Quelle). Bei einer Herdenimmunität hätten die Neuinfektionen gegen 0 tendieren müssen.
  • Sterberate liegt bei 0,1%:
    • In New York City sind 23.780 (Stand 24.09.2020) der 8.336.817 Einwohner (Quelle) verstorben. Bei einer Durchseuchung i.H.v. 100% wären dies bereits 0,28%. Da sich weiterhin Hunderte Personen täglich anstecken (Quelle), ist New York City noch weit entfernt von einer 100%igen oder gar 60%igen Durchseuchung.

„Ich denke, was wir sehen, ist ein Tsunami einer gewöhnlichen milden Krankheit, der über Europa fegt und manche Länder tun dies und manche Länder tun das und manche Länder tun das nicht und am Ende wird es nur sehr kleine Unterschiede geben (…) Die meisten Menschen, die es bekommen, werden noch nicht einmal merken, dass sie infiziert sind.“

#126 Prof. Dr. Johan Giesecke (Youtube am 17.04.2020)
  • Es wird nur sehr kleine Unterschiede in den verschiedenen Ländern geben:
    • In Belgien (859) sind (relativ) gesehen doppelt so viele Menschen gestorben wie in den Niederlanden (370), mehr als 7x so viele wie in Deutschland (113) und mehr als 17x so viele wie in Norwegen (49). Alle Zahlen sind Tote je 1.000.000 Einwohner (Quelle).

Thematische Zusammenfassung aller 124 Beiträge

Schwerpunkt der AussageAnzahlin Prozent
Verharmlosung Covid-19 als harmlose Krankheit / (deutlich) geringe(re) Sterberate / Mortalität sowie Vergleich mit Influenza5040,3%
Direkte oder indirekte Forderung/Gutheißung einer Herdenimmunität/Vgl. „Schwedenweg“1512,1%
Menschen wären auch ohne eine Covid-19 Infektion innerhalb der nahen Zukunft verstorben97,3%
Maßnahmen führen zu diversen Schäden (Wirtschaft, Soziales)86,5%
Maßnahmen verstoßen gegen Verfassung/Gesetze75,6%
Kein Unterschied mit/an Corona sterben64,8%
Kritik an WHO/RKI64,8%
Keine Übersterblichkeit/Präventionsparadox54,0%
Höhere Anzahl an Suiziden/Depressionen aufgrund der Maßnahmen32,4%
Steigende Anzahl Infizierter durch erhöhte Anzahl von Tests21,6%
Pandemie sorgt für stärkere Überwachung21,6%
Pandemie endet zeitnah21,6%
Neue totalitäre Weltordnung/-regierung21,6%
Kritik an Behandlungen (Bsp. Beatmungsgeräte)10,8%
Chloroquin als Heilmittel10,8%
Geringes Ansteckungsrisiko10,8%
Kritik an Person Drosten10,8%
Keine direkte Kritik an Corona oder den Pandemie-Maßnahmen2016,1%
Da mehrere Themen innerhalb eines Zitates angesprochen werden können, entspricht die Summe mehr als 100%.

Bild von fernando zhiminaicela auf Pixabay.

Von Admin

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