Nach Teil eins, zwei, drei und vier kommen wir nun zum fünften Teil der Analyse von „120 Expertenstimmen“ zum Thema Corona.

„Die CDC zählt sowohl echte COVID-19-Fälle als auch spekulative Vermutungen von COVID-19 gleich. Sie nennen es Tod durch COVID-19. Sie überschätzen automatisch die tatsächlichen Todeszahlen, wie sie selbst zugeben. Vor COVID-19 war es wahrscheinlicher, dass Menschen eine genaue Todesursache auf ihrem Totenschein vermerkt bekamen, wenn sie im Krankenhaus starben. Warum genauer, wenn ein Patient im Krankenhaus stirbt? Weil das Krankenhauspersonal über Laboratorien für physische Untersuchungsergebnisse, radiologische Studien usw. verfügt, um eine gute fundierte Vermutung anstellen zu können. Es wird geschätzt, dass 60 Prozent der Menschen im Krankenhaus sterben. Aber selbst [bei diesen] Todesfällen im Krankenhaus ist die Todesursache nicht immer klar, insbesondere bei jemandem mit mehreren Gesundheitszuständen, von denen jeder einzelne den Tod verursachen könnte.“

#82 Dr. Annie Bukacek (Zerohedge (in Englisch) am 10.04.2020)
  • Unterschied an/mit Covid-19 Infektion sterben:
    • Siehe #77.
    • Mindestens 86% sterben an Corona (Quelle).

„Der Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) und die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) fordern möglichst zahlreiche Obduktionen von Corona-Verstorbenen. Sie widersprechen damit der Empfehlung des Robert Koch Instituts, in diesen Fällen innere Leichenschauen zu vermeiden. Im Gegenteil sei es notwendig, weitere Erkenntnisse über die Erkrankung und deren oft erstaunlich fulminanten Verlauf zu gewinnen und offene Fragen zu beantworten. Im besten Fall ließen sich daraus weitere Therapieoptionen ableiten – darin bestehe der Wert der Obduktion für die Lebenden, so Prof. Dr. med. K.-F. Bürrig, Präsident des Bundesverbandes. Die Obduktion sei in hohem öffentlichem Interesse und sollte deshalb nicht vermieden, sondern im Gegenteil so häufig wie möglich durchgeführt werden.“

#83 Prof. Dr. med. K.-F. Bürrig (Pathologie.de am 07.04.2020)
  • Kritik an der Empfehlung des RKI bezüglich Obduktionen:
    • Das RKI hatte bereits kurze Zeit später aufgrund der Kritiken seine Meinung zu dem Thema geändert.
  • Keine Kritik am Corona-Virus oder den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

„Schon bei Ausbruch des Marburg-Virus, bei HIV, bei SARS, MERS und BSE haben Befunde aus der Pathologie und Neuropathologie geholfen, die klinischen Krankheitsbilder zu verstehen und haben damit auch therapeutische Konzepte beeinflusst. Dies muss auch für COVID-19 gelten. Dieses Anliegen hat auch Prof. Dr. T. Welte vom Deutschen Zentrum für Lungenforschung/DZL und Direktor der Klinik für Pneumologie und Infektionsmedizin der Med. Hochschule Hannover/MHH an die DGP gerichtet.“

#84 Prof. Dr. T. Welte (Pathologie.de am 07.04.2020)
  • Schließt sich Kritik aus Aussage #83 an (auch ist es die gleiche Quelle).

„An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen werde zudem gerade ein Register für COVID-19-Obduktionen im deutschsprachigen Raum eingerichtet, so der Vorsitzende der DGP, Prof. Dr. Gustavo Baretton. In Aachen werden die Obduktionsinformationen gesammelt. Die dezentrale Asservierung von Untersuchungsgewebe stellt sicher, dass es für Spezialuntersuchungen zur Verfügung steht. DGP und BDP planen einen schnellen Wissenstransfer nicht nur innerhalb des Fachs Pathologie, sondern gerade auch an Lungenfachärzte sowie Intensivmediziner, und ebenso an die zuständigen Behörden.“

#85 Prof. Dr. Gustavo Baretton
  • Gleiche Quelle der Aussage wie #83 und #84, jedoch nur eine allgemeine Information und keinerlei Kritik am RKI oder den Maßnahmen.

„Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die vom Virus ausgeht. Und der astronomische wirtschaftliche Schaden, der jetzt entsteht, ist der Gefahr, die von dem Virus ausgeht, nicht angemessen. Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird … (…) So sei bisher in Hamburg kein einziger nicht vorerkrankter Mensch an dem Virus verstorben. (…) Es gebe keinen Grund für Todesangst im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Krankheit hier in der Region Hamburg, sagt er““

#86 Prof. Dr. Klaus Püschel (MoPo am 06.04.2020)
  • Verharmlosung der Gefahr des Corona-Virus:
    • Siehe Eintrag #1.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • Eigene Berechnungen zum Thema Sterberate.
  • Wirtschaftliche Schäden seien „astronomisch“:
    • Siehe Eintrag #81.
    • Jedes Land, ob mit oder ohne Maßnahmen, hat an wirtschaftlichen Schäden zu leiden (Quelle). Hier ist die Frage, wie hoch diese Schäden sind und wie viele Leben uns diese Schäden wert sind.
  • Kein Peak in der Jahressterblichkeit:
    • Siehe #19.
    • Aufgrund der erfolgten Maßnahmen konnte die Grippesaison vorzeitig beendet werden (in KW12, siehe RKI).
    • Diese fehlende Übersterblichkeit gründet auf den Maßnahmen, so sieht es in den meisten(!) anderen Ländern nämlich komplett anders aus (siehe Vergleich auf EC.Europa.EU (Englisch)).
    • Wer die Maßnahmen aufgrund dieser Entwicklung kritisiert, unterliegt dem Präventionsparadox.
  • Nur vorerkrankte Menschen sterben an den Folgen einer Covid-19 Infektion:
    • Selbst mit Vorerkrankungen hätten die Menschen noch mehrere Jahre leben können. Dass ein Mensch Vorerkrankungen hat, bedeutet nicht, dass man innerhalb weniger Wochen oder auch Monate „eh gestorben wäre“ (Quelle).

„Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort sagte der Zeitung: „Keine der Zahlen, die wir kennen, rechtfertigt die Angst, die in Deutschland vor dem Virus geschürt wird. Er habe den Eindruck, dass die Angst sich allmählich verselbstständige, dass gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem Virus gar nicht mehr wahrgenommen würden.“

#87 Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort (Quelle nicht mehr verfügbar, da Link zu einem Liveticker)

„sagte der Staatsrechtler und ehemalige Bundesminister Rupert Scholz, Teile davon seien verfassungswidrig. ‚Die Situation, in der wir leben, hat einen notstandsähnlichen Charakter angenommen‘ (…) Eine Notstandsgesetzgebung gebe es jedoch nur für den Verteidigungsfall, nicht aber ein Virus wie Covid-19. Zudem müsse bei allen Gesetzen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Für Scholz ist das vor allem mit Blick auf die Schließung von Hotels und Restaurants nicht der Fall. Wer sein Restaurant ohne nachgewiesene Infektion schließen musste, hat laut Scholz Anspruch auf Entschädigung.“

#88 Prof. Dr. Rupert Scholz (Focus am 10.04.2020)
  • Maßnahmen verstoßen gegen die Verfassung:
    • Stand 21.09.2020 gab es kein Urteil seitens irgendeines Verfassungsgerichtes, dass die Maßnahmen gegen geltendes Recht verstoßen würden.

„Interessanterweise ist der in Wuhan vorherrschende Typ B nicht der ursprüngliche menschliche Virustyp. Aber auch in Wuhan kommt Typ A, also das ursprüngliche menschliche Virusgenom, durchaus vor. In dieser ersten Phase des Ausbruchs waren die A- und C-Typen in signifikanten Anteilen außerhalb Ostasiens zu finden – bei Betroffenen in Europa, Australien und Amerika. Im Gegensatz dazu ist der B-Typ der häufigste Typ in Ostasien. (…) So wurde beispielsweise zunächst angenommen, dass der erste norditalienische Infektionsfall („Patient Eins“) von einer bestimmten Wuhan-Kontaktperson aus seinem Bekanntenkreis infiziert worden war. Doch als diese Kontaktperson getestet wurde, stellte sich heraus, dass sie das Virus nicht hatte. Die Suche nach dem italienischen ‚Patienten Null‘ endete somit in einer Sackgasse“

#89 Dr. Michael Forster (UKSH.de am 09.04.2020)
  • Keine Bewertung des Corona-Virus oder der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Abseits des Coronavirus werden Kontroll- und Operationstermine verschoben, ‚Kollateralschäden‘ würden damit drohen. In Wien kommen weniger Patienten mit Herzinfarktsymptomen in die Spitäler. Bereits in der Vorwoche meldete die Kardiologische Gesellschaft rückläufige Herzinfarktzahlen. „Aber es kommen auch weniger Patienten mit diagnostizierter Herzschwäche. Diese sollten sich unbedingt melden, wenn sich ihr Zustand verschlechtert“, so der Kardiologe Thomas Stefenelli, Leiter der 1. Medizinischen Abteilung im Donauspital, gegenüber der APA.“

#90 Prof. Dr. Thomas Stefenelli (Wien.ORF.at am 15.04.2020)
  • Der fettgedruckte Teil gehört nicht zu den Aussagen von Dr. Thomas Stefenelli (Siehe Originalquelle), weshalb ihm die Kritik an den aufgeschobenen Operationen angedichtet wurde:
    • Es wurden knapp 2 Monate nach dem Artikel bereits >1.800 der ~2.000 verschobenen Operationen nachgeholt (Quelle).
  • Stefenelli kritisiert, dass Menschen aufgrund der Pandemie seltener zum Arzt gehen und appelliert an diese Personen, sich zu melden.
  • Keine Kritik an den Maßnahmen und auch keine Wertung der Gefahr des Corona-Virus.

„‚Wir sind überrascht, dass für Italien, einem der am frühesten und stärksten betroffenen EU-Länder, trotz der hervorragenden Forschenden bisher nur eine Handvoll italienischer Fälle in der globalen COVID-19-Falldatenbank GISAID gemeldet wurden‘, fügt Prof. Andre Franke hinzu.“

#91 Prof. Dr. rer. nat. Andre Franke (UKSH am 09.04.2020 – gleiche Quelle wie #89)
  • Keine Kritik an den Pandemiemaßnahmen und keine Wertung des Corona-Virus.

„‚Andauernde Gefühle von Unsicherheit, Angst und Isolation erzeugen Stress und sind ein Risikofaktor für Gesunde ‚(…) ‚Ehemalige schwer betroffene Corona-Patienten, Ärzten und Pflegekräfte sind in und nach der Krise möglicherweise traumatisiert.‘ (…) ‚In den Therapien arbeiten wir daran, dass Patienten aktiv ihre Tagesstruktur gestalten und unter Menschen gehen‘, sagt Hauth. In der Coronakrise sind viele Patienten nun isoliert und fühlen sich einsam. Ein weiteres Problem ist, dass viele Versorgungsangebote entfallen.“

#92 Dr. Iris Hauth (Rundschau-Online am 26.03.2020)
  • Kritik an Maßnahmen, da Menschen, die isoliert sind, sich dabei einsam fühlen imd aicj Versorgungsangebote entfallen sind:
    • Berechtigte Kritik.

„Zweifach interessant wird es, wo es um die mutmaßliche Immunität von Menschen geht, die bereits eine Infektion überstanden haben. Das verbindet Gates mit dem Thema Lockerung der Reisebeschränkungen, indem er sagt: ‚Schlussendlich werden wir ein Zertifikat für die brauchen, die entweder genesen oder geimpft sind, weil wir nicht wollen, dass Menschen beliebig durch die Welt reisen, in der es Länder gibt, die es (das Virus) leider nicht unter Kontrolle haben. Man will diesen Menschen nicht die Möglichkeit komplett nehmen, zu reisen und zurückzukommen.‘ Und dann kommt der doppelt interessante Satz: ‚Deshalb wird es schließlich eine Art digitalen Immunitätsbeleg geben, der die globale Öffnung der Grenzen ermöglichen wird.’“

#93 Dr. Norbert Häring (Rubikon.News am 14.04.2020)
  • Kritik an Äußerungen einer Privatperson (Bill Gates):
    • Keine Wertung der Gefahren des Corona-Virus und keine Kritik an den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.

„Können die Menschen in diesem Lande nicht begreifen, daß sie verführt werden durch Menschen ohne jegliche Qualifikation? Wieler ist Tiermediziner, ohne Ausbildung in den Grundzügen der Infektiologie. Oder Spahn, Bankkaufmann ohne Ahnung von Krankheit und deren Entstehung, geschweige denn von Leben und Tod? Von Drosten will ich nicht reden: Er hat in seinem Leben bestimmt kaum leidende Patienten gesehen oder behandelt. Und diese Menschen bestimmen, was wir dürfen und nicht dürfen? Und bedrohen uns, so daß jeder Wiederspruch zur Straftat wird? Ich bin fassungslos. Deutschland wird 85 Jahre zurückgeworfen.“

#94 Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (Nachrichtenspiegel (Kommentar) am 16.04.2020)
  • Spricht Verantwortlichen während der Pandemie Kompetenz ab:
    • Wieler (Chef RKI) ist Tierarzt:
      • Wieler ist seit 30 Jahren Tierarzt und Mikrobiologe, forscht an Krankheitserregern und multiresistenten Keimen und an Infektionskrankheiten (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3).
    • Spahn (Gesundheitsminister) ist Bankkaufmann:
      • So wie auch Gröhe und Bahr zuvor, muss der Gesundheitsminister kein ausgebildeter Mediziner sein – dafür gibt es Experten.
    • Drosten hat keine praktische Erfahrung:
      • Virologen werden dadurch definiert, sich mit Viren auszukennen und mit ihnen zu beschäftigen. Dies sollte auch Bhakdi wissen, da er – abgesehen von einer kurzen Beschäftigung als Assistenz eines Internisten – den Großteil seines Lebens an Universitäten und Instituten tätig war.
    • Polemisch behauptet er, Deutschland würde dadurch wieder im Jahr 1935 sein.

„Für den Epidemiologen Prof. Alexander Kekulé (61), bekannt aus ‚Kekulés CoronaKompass‚ (MDR), ist die Sache klar. ‚Wir können nicht auf einen Impfstoff warten und für weitere sechs bis zwölf Monate im Lockdown-Modus leben. Wenn wir das tun würden, würde unsere Gesellschaft und unsere Kultur zerstört‘, sagte er im britischen ‚The Telegraph‚.“

#95 Prof. Dr. rer. nat. Alexander S. Kekulé (Express.de am 13.04.2020)
  • Der „Lockdown“ dürfe keine weiteren sechs bis zwölf Monate andauern:
  • Ansonsten keine Wertung über die Gefahren des Corona-Virus oder der Notwendigkeit der Maßnahmen zu dem Zeitpunkt.

„‚Daten zeigen, dass massive Wirtschaftseinbrüche ebenfalls Menschenleben in großer Zahl kosten – die Weltwirtschaftkrise 2009 etwa eine halbe Million weltweit‘, sagte der Philosoph. Es sei also gefährlich, Krisen wie die gegenwärtige möglichst zu strecken, um Infektionszahlen zu verlangsamen. ‚Das geht nicht, das können wir nicht machen‘, betonte er.“

#96 Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin (Augsburger-Allgemeine am 09.04.2020)
  • Maßnahmen würden ebenfalls große Opferzahlen fordern.
    • Hintergrund: Bei der Krise 2009 sind viele Menschen an Krebs gestorben, da sie sich durch Jobverlust (oder Einschnitte im Gesundheitswesen) keine Behandlung leisten konnten (Quelle). Diese Situation ist auf Deutschland nicht anwendbar, da man in Deutschland auch ohne Arbeitsverhältnis medizinisch versorgt wird.
    • Alleine in Deutschland müssten >1.000.000 Menschen sterben, um eine Herdenimmunität ohne Impfstoff erreichen zu können (siehe eigene Berechnungen).

„Der Journalist von Ouest France erzählt die Geschichte einer Videokonferenz in Anwesenheit eines Psychiaters. ‚Plötzlich, mitten in der Videokonferenz, in der mehrere hundert Notärzte zusammenkommen, wie unter einer kalten Dusche. Eisig, sogar. Das Ereignis geriet nicht in die Schlagzeilen und erreichte nicht einmal die Ärzte des französischen CHU.‘ ‚Wir hatten eine Krankenschwester, die sich die Kehle durchschnitt. In absoluter Notlage hospitalisiert. Sie dachte, sie habe ihren Mann, der Hustenanfälle hatte, angesteckt.‘ Pierre Vidhailhet, Psychiater an der Universitätsklinik Straßburg (Bas-Rhin), flüsterte diese Worte“

#97 Prof. Dr. Pierre Vidailhet (Midilibre.fr (in Französisch) am 09.04.2020)
  • Bericht über einen Suizid aufgrund der Pandemie.
    • Diese Meldung weist im Gegenteil darauf hin, wie gefährlich das Corona-Virus ist, wenn eine Krankenschwester, die die Folgen der Pandemie tagtäglich erlebt hat, sich voller Schuldgefühle die Kehle durchschneidet.
    • Bezüglich Suizidrate innerhalb der Pandemie (vor allem aufgrund der Maßnahmen) gab es Ende Mai einen Artikel, der keine Auffälligkeiten feststellen konnte (Vergleich Eintrag #14 – Quelle).

„Am Stockholmer Karolinska Krankenhaus ist die Situation in der CoronaIntensivstation deutlich ruhiger geworden, so Oberarzt David Konrad gegenüber dem öffentlich rechtlichen TV SVT. Immer mehr Patienten würden derzeit aus der Klinik entlassen, sagt er. Und von den vor allem Alten und Schwerkranken, die mit lebensgefährlichen Symptomen eingeliefert wurden, hätten deutlich über 80 Prozent überlebt. 177 Intensivstationskrankenplätze waren am Wochenende frei für neue Patienten. «Es gibt viele freie Plätze in den Intensivstationen in allen Stockholmer Krankenhäusern», so der Oberarzt. Derzeit kümmert er sich noch um 127 Corona-Patienten. Täglich kommen nur um die «sechs bis zwölf» Patienten mit schwereren Symptomen, hinzu. «Wir nähern uns der Abflachung der Erkrankungskurve», sagt Konrad.“

#98 Dr. David Konrad (Blog auf WordPress.com (PDF Download) am 14.04.2020)
  • Der „Schwedenweg“ sei erfolgreich gewesen.
    • >80% der „Alten und Schwerkranken“, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, hätten überlebt. Da viele ältere Menschen gar nicht erst in Krankenhäuser eingeliefert wurden, sagt dieser Wert nur wenig aus (siehe Quelle).
    • Schweden zählt die meisten Toten seit 150 Jahren (Quelle).
    • Der Staatsepidemiologe, der diesen Weg initiierte, bereute Anfang Juni aufgrund der vielen Toten in Altersheimen diesen Weg (Quelle).

„215 schwangere Frauen (…) wurden bei der Aufnahme auf Symptome von Covid-19 untersucht. Vier Frauen (1,9%) hatten bei der Aufnahme Fieber oder andere Symptome von Covid-19, und alle vier Frauen wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet (Abbildung 1). Von den 211 Frauen ohne Symptome waren alle bei der Aufnahme fieberfrei. Von 210 der 211 Frauen (99,5%), die keine Symptome von Covid-19 aufwiesen, wurden Nasen-Rachen-Abstriche entnommen; von diesen Frauen waren 29 (13,7%) positiv für SARS-CoV-2. Somit wiesen 29 der 33 Patienten, die bei der Aufnahme positiv für SARS-CoV-2 waren (87,9%), bei der Präsentation keine Symptome von Covid-19 auf.“

#99 Dr. Desmond Sutton, Dr. Karin Fuchs, Dr. Mary D’Alton, Dr. Dena Goffman (nejm.org (in Englisch) am 13.04.2020)
  • Eine hohe Zahl asymptomatischer Fälle aufgrund von Erkenntnissen bei einer größeren Gruppe schwangerer Personen.
    • Frauen und Kinder leiden generell weniger an kritischen Symptomen und sterben nicht so häufig wie Männer (siehe Quelle 1, Quelle 2 und Quelle 3).
    • Dadurch lässt sich keine allgemeine Aussage über die Gefahren des Corona-Virus treffen.

„Diese Schutzmaßnahmen könnten uns gefährden. Man sollte keine Angst vor Herdenimmunität haben. (…) Wenn wir über die Schließung der Wirtschaft für eine Woche sprechen, bedeutet dies, dass wir mit diesem Geld ein schickes Krankenhaus bauen könnten, und was bedeutet es, dass wir dieses Krankenhaus nicht eröffnen können? Selbst in den trockenen und vorsichtigen Zahlen schätze ich, dass zwischen 2.000 und 4.000 Menschen im Land an der Krankheit sterben werden.“

#100 Prof. Dr. Dan Yamin (Ynet.co.il (in Hebräisch) am 14.04.2020)
  • Pro Herdenimmunität.
  • Schätzt 2.000 bis 4.000 Todesfälle.
    • Israel kam aufgrund des geringen Altersdurchschnitts bislang deutlich besser durch die Krise als andere Staaten (Quelle (in Englisch)).
    • Stand 21.09.2020 sind 1.273 Menschen gestorben (Quelle).

„Ab der sechsten Woche war der Anstieg der Patientenzahl moderat und erreichte in der sechsten Woche mit 700 Patienten pro Tag seinen Höhepunkt. Seitdem ist sie rückläufig, und heute gibt es nur noch 300 neue Patienten. In zwei Wochen wird sie Null erreichen und es wird keine neuen Patienten mehr geben (…) So ist es auf der ganzen Welt. Sowohl in Ländern, in denen sie Schritte zur Schliessung unternommen haben, wie Italien, als auch in Ländern, in denen es keine Schliessungen gab, wie Taiwan oder Singapur. In diesen und jenen Ländern gibt es einen Anstieg bis zur vierten bis sechsten Woche, und unmittelbar danach eine Mäßigung, bis es in der achten Woche verschwindet“

#101 Prof. Dr. Isaac Ben-Israel (IsraelNationalNews (in Englisch) am 13.04.2020)
  • Corona-Pandemie wird Ende April (weltweit) enden.
    • Weder in Israel, noch auf der Welt, hat sich die Lage seit Ende April beruhigt.
    • Während am 30.04.2020 weltweit 236.559 Menschen gestorben sind, waren dies am 21.09.2020 bereits 963.693 Menschen (Quelle).
    • Israel befindet sich aktuell in einer zweiten Welle. Bis Ende April haben 222 Menschen ihr Leben verloren. Am 21.09.2020 waren es fast sechs Mal so viele: 1.273 (Quelle).

Thematische Zusammenfassung der ersten 100 Beiträge

Schwerpunkt der AussageAnzahlin Prozent
Verharmlosung Covid-19 als harmlose Krankheit / (deutlich) geringe(re) Sterberate / Mortalität sowie Vergleich mit Influenza4040%
Direkte oder indirekte Forderung/Gutheißung einer Herdenimmunität/Vgl. „Schwedenweg“1111%
Menschen wären auch ohne eine Covid-19 Infektion innerhalb der nahen Zukunft verstorben77%
Maßnahmen führen zu diversen Schäden (Wirtschaft, Soziales)77%
Maßnahmen verstoßen gegen Verfassung66%
Kritik am RKI55%
Unterschied mit/an Corona sterben44%
Höhere Anzahl an Suiziden/Depressionen aufgrund der Maßnahmen33$
Steigende Anzahl Infizierter durch erhöhte Anzahl von Tests22%
Keine Übersterblichkeit/Präventionsparadox22%
Pandemie sorgt für stärkere Überwachung11%
Kritik an Behandlungen (Bsp. Beatmungsgeräte)11%
Kritik an WHO11%
Chloroquin als Heilmittel11%
Geringes Ansteckungsrisiko11%
Kritik an Person Drosten11%
Pandemie endet zeitnah11%
Keine direkte Kritik an Corona oder den Pandemie-Maßnahmen1414%
Da mehrere Themen innerhalb eines Zitates angesprochen werden können, entspricht die Summe mehr als 100%.

Quelle vom Beitragsbild.

Von Admin

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